512 Seiten
Thriller
Ullstein Taschenbuch Verlag
ISBN: 9783548281100
Erschienen am 15. Juli 2011
Klappentext:
Ein Priester wird geköpft, seiner Leiche ein Hundekopf aufgesetzt. Eine Frau verbrennt bei lebendigem Leibe in einem verlassenen Haus. Eine weitere wird an den Füßen aufgehängt und in ihrer eigenen Badewanne ertränkt.
Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia sind auf der Jagd nach einem brutalen und gewissenlosen Killer. Ein Killer ohne Erbarmen, der weiß, was seine Opfer am meisten fürchten.
Mein Umriss:
Nach dem Kruzifix-Killer ein weiterer Fall für Hunter und Garcia.
Ein geköpfter Priester dem ein Hundekopf aufgesetzt wurde stellt Hunter erstmal vor ein schier unlösbares Rätsel. Auf der Suche nach einem Motiv stoßen er und Garcia auf die Tagebücher des Priesters und werden hellhörig. Bald darauf finden sie eine gar geröstete Frauenleiche in einem leer stehenden Anwesen.
Auf ihren Recherchen stoßen Hunter und Garcia immer wieder auf Parallelen in der Vergangenheit der Opfer und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.
Das Spiel eines sadistischen Mörders mit den Urängsten seiner Opfer….
Mein Eindruck:
Chris Carter brachte mit dem Kruzifix-Killer keine Eintagsfliege auf den Markt. Mit dem Vollstrecker zeigt er wieder, dass er das Recht hat in der ersten Riege der Thriller-Autoren mitzumischen. Noch ausgefeilter und noch Fantasiereicher lässt er den Vollstrecker und auch den Slasher morden. Sehr schnell hat er einen sehr hohen Spannungslevel erreicht, den er bis fast ans Ende permanent oben hält und dann sogar noch steigert. Er zeigt, dass auch Mörder eine Fantasie haben, die keine Grenzen kennt. Insbesondere beim ausgeklügelten Ausarbeiten der Mordpläne und deren Umsetzung. Die realistische Darstellung der Tatorte und der Personen hält einen von der ersten bis zur letzten Seite gefangen.
Was wäre aus Chris Carter wohl geworden, wenn er nicht den Beruf des Schriftstellers gewählt hätte?
Mein Fazit:
Nach dem Kruzifix-Killer wieder ein Volltreffer von Chris Carter, den sich jeder Thrillerfan gönnen sollte.
Freitag, 8. Juni 2012
Samstag, 2. Juni 2012
Die Frucht des Bösen - Lisa Gardner
560 Seiten
rororo
Erschienen am 2. Mai 2012
ISBN: 978-3499257124
Klappentext:
Er weiß alles über dich.
Auch, wo du dich verstecken wirst.
Familientragödie in Boston. In eineridyllischen Vorortsiedlung hat ein Mann Frau und Kinder ausgelöscht. Einen Tag später wieder holt sich das Grauen.
Die Ermittlungen geben Rätsel auf.
Beide Familien waren denkbar unterschiedlich: eine wohlhabend und religiös, die andere im Drogenmilieu bestens bekannt. Wie kann es sein, dass gleich zweimal in so kurzer Zeit etwas derart Grauenhaftes geschehen mußte?
Detective D. D. Warren glaubt nicht an Zufall. Und sie sucht verzweifelt nach einer Antwort. Bis sie langsam begreift: Es waren keine Amokläufe. Hier treibt jemand ein teuflisches Spiel.
Mein Umriss:
Eine ausgelöschte Familie in Boston. Schnell gerät der Vater in Verdacht, seine Kinder und seine Frau getötet und sich selbst schwer verletzt zu haben. Allerdings kommen schnell Zweifel auf, dass er der Täter ist.
Einen Tag später stirbt noch eine Familie, auch hier sieht am Anfang alles wie ein vom Vater initiierter Amoklauf aus.
D. D. Warren, die Ermittlerin in beiden Fällen zweifelt jedoch daran, dass die Morde unabhängig voneinander geschahen. Auch wenn erstmal nichts auf Gemeinsamkeiten hinweist, läßt sie nicht locker und stößt schon bald auf Gemeinsamkeiten. Die sie auch in der kinderpsychiatrischen Abteilung des Kirkland Medical Centers vermutet.
Schnell wird ihr klar, dass hier jemand ein übles Spiel spielt und sie schnell reagieren muss, bevor es zu einer noch größeren Katastrophe kommt.
Mein Eindruck:
Drei Handlungsstränge, in denen die drei Hauptprotagonisten in der Ich-Form erzählen, laufen langsam aber stetig aufeinander zu.
Jedes Kapitel für sich birgt eine Überraschung und als Leser verdächtigt man immer wieder bestimmte Personen, welche dann doch nicht als Täter in frage kommen. Selbst als es zum Showdown kommt, führt einen Lisa Gardner durch ihre wohldurchdachte Schreibweise immer wieder aufs Glatteis.
Anfangs etwas verwirrend, ist man dann sehr schnell im Geschehen und mag das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ist der rote Faden am Anfang noch recht wellig und verknotet, so glättet und entwirrt er sich schnell und führt in einem steil ansteigenden Spannungsbogen zum unerwarteten Ende, das man als Leser so nicht erwartet hätte.
Mein Fazit:
Ein nicht ganz leichter Einstieg, dann noch ein Tabuthema und zwei ermordete Familien halten den Leser am Geschehen fest und verleiten ihn, diverse Personen zu verdächtigen.
Ein spannender Thriller, der hält was er verspricht.
rororo
Erschienen am 2. Mai 2012
ISBN: 978-3499257124
Klappentext:
Er weiß alles über dich.
Auch, wo du dich verstecken wirst.
Familientragödie in Boston. In eineridyllischen Vorortsiedlung hat ein Mann Frau und Kinder ausgelöscht. Einen Tag später wieder holt sich das Grauen.
Die Ermittlungen geben Rätsel auf.
Beide Familien waren denkbar unterschiedlich: eine wohlhabend und religiös, die andere im Drogenmilieu bestens bekannt. Wie kann es sein, dass gleich zweimal in so kurzer Zeit etwas derart Grauenhaftes geschehen mußte?
Detective D. D. Warren glaubt nicht an Zufall. Und sie sucht verzweifelt nach einer Antwort. Bis sie langsam begreift: Es waren keine Amokläufe. Hier treibt jemand ein teuflisches Spiel.
Mein Umriss:
Eine ausgelöschte Familie in Boston. Schnell gerät der Vater in Verdacht, seine Kinder und seine Frau getötet und sich selbst schwer verletzt zu haben. Allerdings kommen schnell Zweifel auf, dass er der Täter ist.
Einen Tag später stirbt noch eine Familie, auch hier sieht am Anfang alles wie ein vom Vater initiierter Amoklauf aus.
D. D. Warren, die Ermittlerin in beiden Fällen zweifelt jedoch daran, dass die Morde unabhängig voneinander geschahen. Auch wenn erstmal nichts auf Gemeinsamkeiten hinweist, läßt sie nicht locker und stößt schon bald auf Gemeinsamkeiten. Die sie auch in der kinderpsychiatrischen Abteilung des Kirkland Medical Centers vermutet.
Schnell wird ihr klar, dass hier jemand ein übles Spiel spielt und sie schnell reagieren muss, bevor es zu einer noch größeren Katastrophe kommt.
Mein Eindruck:
Drei Handlungsstränge, in denen die drei Hauptprotagonisten in der Ich-Form erzählen, laufen langsam aber stetig aufeinander zu.
Jedes Kapitel für sich birgt eine Überraschung und als Leser verdächtigt man immer wieder bestimmte Personen, welche dann doch nicht als Täter in frage kommen. Selbst als es zum Showdown kommt, führt einen Lisa Gardner durch ihre wohldurchdachte Schreibweise immer wieder aufs Glatteis.
Anfangs etwas verwirrend, ist man dann sehr schnell im Geschehen und mag das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ist der rote Faden am Anfang noch recht wellig und verknotet, so glättet und entwirrt er sich schnell und führt in einem steil ansteigenden Spannungsbogen zum unerwarteten Ende, das man als Leser so nicht erwartet hätte.
Mein Fazit:
Ein nicht ganz leichter Einstieg, dann noch ein Tabuthema und zwei ermordete Familien halten den Leser am Geschehen fest und verleiten ihn, diverse Personen zu verdächtigen.
Ein spannender Thriller, der hält was er verspricht.
Freitag, 25. Mai 2012
Ich war Kind C - Christopher Spry
384 Seiten
Erschienen 2009
Club Bertelsmann
Klappentext:
Mit dem Gesicht zur Wand stand ich da und kniff die Augen zusammen. Ich hörte das teuflische Sirren des Rohrstocks und wusste, was nun kommen würde. Ich stand in dem düsteren Wohnzimmer und empfing meine Strafe. Ein Fensterladen war offen. Der Boden war mit Müll übersät: Plastiktüten voller Kleider, die auf den Teppich quollen, vergilbte Schachteln mit nicht mehr gebrauchtem Spielzeug, alte Decken, ausrangierte Küchengeräte, die nur noch für den Müll taugten….
„Wer sein Kind nie schlägt, der liebt es nicht!“, schrie Eunice.
„Wer sein Kind liebt, der bestraft es beizeiten.“
Sie sagte, sie müsse den Teufel in mir austreiben, um mich für die Apocalypse vorzubereiten, und zitierte Bibelstellen.
Eunice war meine Mutter, und ich nannte sie bis zur Verhandlung auch so: Mutter.
Ich kann unterschiedliche Spülmittelmarken allein am Geschmack voneinander unterscheiden. Ich habe beim Gehen chronische Schmerzen, weil sie eines meiner Knie mit einem Kricketschläger zertrümmert hat. Ich finde nicht leicht Freunde und habe immer noch Schlafstörungen. Ich kann niemals eigene Kinder haben.
Mein Umriss:
Christopher, in einem liebevollem Umfeld aufgewachsen, wird 1992 wegen einer Erkrankung seiner Mutter zusammen mit seinem Bruder Bradley aus der glücklichen Familie gerissen und in die Obhut von Eunice Spry, einer tiefgläubigen Zeugin Jehovas gegeben.
Dort soll Christopher nun mit den beiden leiblichen Kindern von Eunice und zwei weiteren Pflegekindern leben. Für drei von ihnen beginnt ein Martyrium, das für den Großteil der Menschen einfach unvostellbar ist.
Die Pflegemutter lässt die Kinder, nachdem sie diese aus der Schule genommen hat, wochenlang hungern. Sie behandelt sie wie Sklaven, die tagein tagaus zu arbeiten haben. Spuren die Kinder nicht so wie es von ihnen erwartet wird, so folgen bis ans Perverse grenzende Strafen. Irgendwann erkennt Christopher die unterschiedlichen Spülmittel an deren Geschmack, auch der Geschmack von Bleiche und Pflanzenschutzmitteln ist ihm nicht unbekannt. Er weiß, dass Schläge auf die Füsse keine Blutergüsse erzeugen und wie es ist, mit einem Bein an ein Fahrzeug gebunden, mehrere hundert Meter über schroffes Gelände gezogen zu werden. Er kennt das Gefühl einer Spritzennadel, die bis zum Anschlag in den Arm gerammt wird. Hunger und Kälte sind ständige Begleiter in seiner Kindheit und Jugend.
Dass es unter gequälten Kindern keine Solidarität geben kann, erfährt er sehr schnell.
Erst als Lulu, eine der Pfegeschwestern Christophers die Pflegemutter anzeigt, wendet sich das Blatt.
Christopher jedoch ist nicht nur körperlich, sondern auch psychisch für sein Leben gezeichnet.
Trotz allem bezeichnete er diese Frau noch während der Gerichtsverhandlung als Mutter und hatte ein schlechtes Gewissen, weil er gegen sie aussagte.
Mein Eindruck:
Ein Buch über wenige Jahre eines jungen Lebens, das einen so schnell nicht zur Ruhe kommen lässt. Christopher Spry erzählt über sein Martyrium in den Händen seiner sadistischen Pflegemutter, seiner Hilflosigkeit ihr gegenüber und vor allem seiner Machtlosigkeit, seinen Geschwistern nicht helfen zu können. Warum er nur über seine Vergangenheit schreibt erklärt er damit, dass er diese Zeit sicher anders empfunden und erlebt hat, wie seine Geschwister und diese ihre Geschichten aus eigenem Mund erzählen sollten.
Viele Negativerlebnisse kann er nicht mehr wiedergeben, da er diese in seiner Erinnerung verdrängt hat. Denn wäre er dazu nicht in der Lage gewesen, wäre er wohl an seiner Kindheit zugrunde gegangen. Offen und schonungslos berichtet er über die Strafen, die er zum Teil grundlos über sich ergehen lassen mußte.
Die schockierende Geschichte eines gequälten Kindes, das um seine Kindheit und Jugend gebracht wurde.
Mein Fazit:
Nichts für schwache Nerven, zumal es sich um keine erfundene Geschichte handelt. Aber sicher ein Anreiz die Augen nicht zu verschließen, wenn der Verdacht einer Kindesmisshandlung aufkommt.
Erschienen 2009
Club Bertelsmann
Klappentext:
Mit dem Gesicht zur Wand stand ich da und kniff die Augen zusammen. Ich hörte das teuflische Sirren des Rohrstocks und wusste, was nun kommen würde. Ich stand in dem düsteren Wohnzimmer und empfing meine Strafe. Ein Fensterladen war offen. Der Boden war mit Müll übersät: Plastiktüten voller Kleider, die auf den Teppich quollen, vergilbte Schachteln mit nicht mehr gebrauchtem Spielzeug, alte Decken, ausrangierte Küchengeräte, die nur noch für den Müll taugten….
„Wer sein Kind nie schlägt, der liebt es nicht!“, schrie Eunice.
„Wer sein Kind liebt, der bestraft es beizeiten.“
Sie sagte, sie müsse den Teufel in mir austreiben, um mich für die Apocalypse vorzubereiten, und zitierte Bibelstellen.
Eunice war meine Mutter, und ich nannte sie bis zur Verhandlung auch so: Mutter.
Ich kann unterschiedliche Spülmittelmarken allein am Geschmack voneinander unterscheiden. Ich habe beim Gehen chronische Schmerzen, weil sie eines meiner Knie mit einem Kricketschläger zertrümmert hat. Ich finde nicht leicht Freunde und habe immer noch Schlafstörungen. Ich kann niemals eigene Kinder haben.
Mein Umriss:
Christopher, in einem liebevollem Umfeld aufgewachsen, wird 1992 wegen einer Erkrankung seiner Mutter zusammen mit seinem Bruder Bradley aus der glücklichen Familie gerissen und in die Obhut von Eunice Spry, einer tiefgläubigen Zeugin Jehovas gegeben.
Dort soll Christopher nun mit den beiden leiblichen Kindern von Eunice und zwei weiteren Pflegekindern leben. Für drei von ihnen beginnt ein Martyrium, das für den Großteil der Menschen einfach unvostellbar ist.
Die Pflegemutter lässt die Kinder, nachdem sie diese aus der Schule genommen hat, wochenlang hungern. Sie behandelt sie wie Sklaven, die tagein tagaus zu arbeiten haben. Spuren die Kinder nicht so wie es von ihnen erwartet wird, so folgen bis ans Perverse grenzende Strafen. Irgendwann erkennt Christopher die unterschiedlichen Spülmittel an deren Geschmack, auch der Geschmack von Bleiche und Pflanzenschutzmitteln ist ihm nicht unbekannt. Er weiß, dass Schläge auf die Füsse keine Blutergüsse erzeugen und wie es ist, mit einem Bein an ein Fahrzeug gebunden, mehrere hundert Meter über schroffes Gelände gezogen zu werden. Er kennt das Gefühl einer Spritzennadel, die bis zum Anschlag in den Arm gerammt wird. Hunger und Kälte sind ständige Begleiter in seiner Kindheit und Jugend.
Dass es unter gequälten Kindern keine Solidarität geben kann, erfährt er sehr schnell.
Erst als Lulu, eine der Pfegeschwestern Christophers die Pflegemutter anzeigt, wendet sich das Blatt.
Christopher jedoch ist nicht nur körperlich, sondern auch psychisch für sein Leben gezeichnet.
Trotz allem bezeichnete er diese Frau noch während der Gerichtsverhandlung als Mutter und hatte ein schlechtes Gewissen, weil er gegen sie aussagte.
Mein Eindruck:
Ein Buch über wenige Jahre eines jungen Lebens, das einen so schnell nicht zur Ruhe kommen lässt. Christopher Spry erzählt über sein Martyrium in den Händen seiner sadistischen Pflegemutter, seiner Hilflosigkeit ihr gegenüber und vor allem seiner Machtlosigkeit, seinen Geschwistern nicht helfen zu können. Warum er nur über seine Vergangenheit schreibt erklärt er damit, dass er diese Zeit sicher anders empfunden und erlebt hat, wie seine Geschwister und diese ihre Geschichten aus eigenem Mund erzählen sollten.
Viele Negativerlebnisse kann er nicht mehr wiedergeben, da er diese in seiner Erinnerung verdrängt hat. Denn wäre er dazu nicht in der Lage gewesen, wäre er wohl an seiner Kindheit zugrunde gegangen. Offen und schonungslos berichtet er über die Strafen, die er zum Teil grundlos über sich ergehen lassen mußte.
Die schockierende Geschichte eines gequälten Kindes, das um seine Kindheit und Jugend gebracht wurde.
Mein Fazit:
Nichts für schwache Nerven, zumal es sich um keine erfundene Geschichte handelt. Aber sicher ein Anreiz die Augen nicht zu verschließen, wenn der Verdacht einer Kindesmisshandlung aufkommt.
Samstag, 19. Mai 2012
Ein Herzschlag bis zum Tod - Sarah J. Henry
336 Seiten
dtv premium
ISBN: 978-3-423-24888-4
Erschienen am 01. Oktober 2011
Klappentext:
Die Journalistin Troy sieht, wie ein kleiner Junge von einer Fähre ins eiskalte Wasser geworfen wird. Unter Einsatz ihres eigenen Lebens rettet sie ihn und nimmt ihn bei sich auf. Doch wer ist der Junge? Offenbar wird er von niemandem vermisst. Was ist geschehen?
Nach und nach gewinnt sie das Vertrauen des kleinen Paul, und er erzählt ihr eine furchtbare Geschichte: Er wurde gemeinsam mit seiner Mutter entführt und monatelang in einem kahlen Zimmer gefangengehalten. Wer steckt hinter der Entführung? Etwa der Vater? Troy beschließt, den Kleinen auf keinen Fall den Behörden oder dem Vater zu übergeben, ohne sicher zu sein, dass dieser nichts mit dem Verbrechen zu tun hatte. Ein Entschluss, der dramatische und hochgefährliche Folgen haben wird ...
Mein Umriss:
Troy ist auf dem Weg nach hause, für den sie die Fähre nutzt. Gedankenverloren steht sie an der Reling und beobachtet dadurch zufällig wie etwas von einer anderen Fähre ins Wasser geworfen wird. Sofort denkt sie an ein Kind, ist sich aber nicht sicher und springt ins eiskalte Wasser. Als sie an der Stelle ankommt, an der das Bündel ins Wasser geworfen wurde, taucht sie und entdeckt einen kleinen Jungen.
Sie zieht ihn an die Wasseroberfläche und bringt ihn unter großen Mühen an Land. Er trägt viel zu große, verwaschene Kleidung und die Ärmel seines Sweat-Shirts sind am Rücken verknotet. Es war also kein Unfall, der Junge sollte ertränkt werden.
Aufgrund der Kälte im Wasser entscheidet sich Troy, den Jungen erstmal mit zu sich nach hause zu nehmen. Am nächsten Tag wäre immer noch Zeit, mit ihm zur Polizei zu gehen.
Zu hause entscheidet Troy, dass sie den kleinen Paul behalten, aber trotzdem die Suche nach seinen Eltern aufnehmen will.
Auf dieser Suche hat sie Erfolg. Schnell findet sie den Vater und nimmt mit ihm Kontakt auf. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse und nichts erscheint nun mehr so, wie es zu sein scheint.
Durch ihre eigenmächtige Recherche begibt sich Troy und auch Paul in große Gefahr. Diese erkennt Troy jedoch nicht und tappt in eine Falle…..
Mein Eindruck:
Dieses Buch ist zwar unter dem Genre Thriller eingereiht, dort gehört es aber bei Weitem nicht hin. Eher passt es in die Sparte der Kriminalromane.
Aber das störte mich überhaupt nicht an dem Erstling von Sarah J. Henry, denn sie hat eine Schreibweise, die einen fesselt, ohne dass es hart zur Sache gehen muss. Sie geht intensiv auf die grundsätzliche Story ein, stellt dem Leser die Personen ausführlich, aber nicht nervig lange vor. Man ist als Leser sehr schnell im Geschehen und wartet nicht ohne Erfolg auf immer neue Wendungen in der Geschichte.
Auch die zwischenmenschlichen Gefühle lässt die Autorin nicht ausser acht und driftet trotzdem nicht in Herz-Schmerz-Schmalz ab, auch wenn sie in Troy extrem viel Gefühl für den kleinen Paul legt.
Eine runde Geschichte, interessante Personen und eine Handlung, mit der man am Anfang nicht in der Form rechnet.
Mein Fazit:
Ein Erstlingswerk einer Autorin, von der bestimmt noch einiges zu erwarten ist. Ich kann dieses Buch guten Gewissens jedem Krimifan empfehlen.
dtv premium
ISBN: 978-3-423-24888-4
Erschienen am 01. Oktober 2011
Klappentext:
Die Journalistin Troy sieht, wie ein kleiner Junge von einer Fähre ins eiskalte Wasser geworfen wird. Unter Einsatz ihres eigenen Lebens rettet sie ihn und nimmt ihn bei sich auf. Doch wer ist der Junge? Offenbar wird er von niemandem vermisst. Was ist geschehen?
Nach und nach gewinnt sie das Vertrauen des kleinen Paul, und er erzählt ihr eine furchtbare Geschichte: Er wurde gemeinsam mit seiner Mutter entführt und monatelang in einem kahlen Zimmer gefangengehalten. Wer steckt hinter der Entführung? Etwa der Vater? Troy beschließt, den Kleinen auf keinen Fall den Behörden oder dem Vater zu übergeben, ohne sicher zu sein, dass dieser nichts mit dem Verbrechen zu tun hatte. Ein Entschluss, der dramatische und hochgefährliche Folgen haben wird ...
Mein Umriss:
Troy ist auf dem Weg nach hause, für den sie die Fähre nutzt. Gedankenverloren steht sie an der Reling und beobachtet dadurch zufällig wie etwas von einer anderen Fähre ins Wasser geworfen wird. Sofort denkt sie an ein Kind, ist sich aber nicht sicher und springt ins eiskalte Wasser. Als sie an der Stelle ankommt, an der das Bündel ins Wasser geworfen wurde, taucht sie und entdeckt einen kleinen Jungen.
Sie zieht ihn an die Wasseroberfläche und bringt ihn unter großen Mühen an Land. Er trägt viel zu große, verwaschene Kleidung und die Ärmel seines Sweat-Shirts sind am Rücken verknotet. Es war also kein Unfall, der Junge sollte ertränkt werden.
Aufgrund der Kälte im Wasser entscheidet sich Troy, den Jungen erstmal mit zu sich nach hause zu nehmen. Am nächsten Tag wäre immer noch Zeit, mit ihm zur Polizei zu gehen.
Zu hause entscheidet Troy, dass sie den kleinen Paul behalten, aber trotzdem die Suche nach seinen Eltern aufnehmen will.
Auf dieser Suche hat sie Erfolg. Schnell findet sie den Vater und nimmt mit ihm Kontakt auf. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse und nichts erscheint nun mehr so, wie es zu sein scheint.
Durch ihre eigenmächtige Recherche begibt sich Troy und auch Paul in große Gefahr. Diese erkennt Troy jedoch nicht und tappt in eine Falle…..
Mein Eindruck:
Dieses Buch ist zwar unter dem Genre Thriller eingereiht, dort gehört es aber bei Weitem nicht hin. Eher passt es in die Sparte der Kriminalromane.
Aber das störte mich überhaupt nicht an dem Erstling von Sarah J. Henry, denn sie hat eine Schreibweise, die einen fesselt, ohne dass es hart zur Sache gehen muss. Sie geht intensiv auf die grundsätzliche Story ein, stellt dem Leser die Personen ausführlich, aber nicht nervig lange vor. Man ist als Leser sehr schnell im Geschehen und wartet nicht ohne Erfolg auf immer neue Wendungen in der Geschichte.
Auch die zwischenmenschlichen Gefühle lässt die Autorin nicht ausser acht und driftet trotzdem nicht in Herz-Schmerz-Schmalz ab, auch wenn sie in Troy extrem viel Gefühl für den kleinen Paul legt.
Eine runde Geschichte, interessante Personen und eine Handlung, mit der man am Anfang nicht in der Form rechnet.
Mein Fazit:
Ein Erstlingswerk einer Autorin, von der bestimmt noch einiges zu erwarten ist. Ich kann dieses Buch guten Gewissens jedem Krimifan empfehlen.
Mittwoch, 16. Mai 2012
Ein Schnupfen hätte auch gereicht - Gaby Köster
264 Seiten
Scherz-Verlag
Erschienen am 9. September 2011
ISBN 978-3502151883
Klappentext:
Gaby Köster ist wieder da! Und räumt auf! Mit Gerüchten und Lügen über ihre Krankheit. Schonungslos. Wahr und aufrichtig ehrlich. Mit großer Klappe und großem Herz! Laut und lustig. Sensibel und traurig. Eben 100% Gaby Köster. Wie man sie kennt und liebt.
Seit Jahren gehört sie zu den bekanntesten und erfolgreichsten Gesichtern der deutschen Comedy-Szene. Aber auf dem Höhepunkt ihrer Karriere passiert das, womit keiner rechnet: Gaby Köster erleidet einen schweren Schlaganfall. Ihre bewegende Geschichte ist die einer Ausnahme-Künstlerin und einer starken Frau, die trotz ihres schweren Schicksals nicht aufgibt und ihre neue Chance im Leben nutzt. Ein Buch, das einen berührt, immer wieder zum Lachen bringt und gerade deshalb so viel Mut macht!
Mein Umriss:
Ein bisher turbulentes Leben, das am 8. Januar 2008 eine dramatische Wende nahm. Gaby Köster, die bisher beruflich und privat ein Leben auf der Überholspur führte, erlitt einen schweren Schlaganfall. Die Vorzeichen waren zur Genüge vorhanden, sie ignorierte sie jedoch und dachte, sie wäre einfach nur urlaubsreif.
Lange schwebte sie zwischen Leben und Tod. Aber Gaby Köster wäre nicht Gaby Köster, wenn sie aufgegeben hätte. So jedoch trieb sie sich selber und mit Hilfe der zahlreichen Therapeuten zu Höchstleistungen an und schaffte, was am Anfang aussichtslos erschien.
Sie ist zurück im Leben. Dieses Leben ist zwar ein anderes geworden, aber immer noch lebens- und liebenswert.
Dieses Buch ist auf keiner Seite Koketterie mit ihrer Krankheit. Nein, sie zeigt mit ihrer Lebensgeschichte keine Schwächen. Sie ist durch und durch eine starke Frau, über deren Freundschaft sich jeder einzelne ihrer Freunde, die in der schweren Zeit ihres siebenmonatigen Krankenhausaufenthaltes zu ihr hielten, freuen darf. Sie gingen mit ihr durch dick und dünn und trotz ihrer Krankheit dachte sie doch immer nur daran, dass es ihnen gut ging.
Gaby Köster erzählt Till Hoheneder ihr Leben, der es für sie niederschreibt. Ihre Anfangsjahre, in denen sie sich als Kellnerin in Szenekneipen finanziell über Wasser hielt, ihre eher zufällige Entdeckung und ihren kometenhaften Aufstieg in der Comedyszene, deren Grundstein Rudi Carell legte. Mit allen erdenklichen Preisen und Auszeichnungen dekoriert trifft sie die Krankheit, als sie auf der obersten Stufe ihrer Karriere steht.
Durch wirre Spekulationen durch die Yellow-Press fühlt sich ihr Management genötigt, keine Informationen über ihren Zustand nach aussen dringen zu lassen.
Auch in diesem Buch halten sich die Informationen über ihre Erkrankung in Grenzen. Sie will kein Mitleid, sie will zeigen, dass sie noch da ist. Zwar anders als vorher, aber da. Sie hat kein bisschen ihres schrillen, manchmal lauten Humors eingebüßt und macht kleine Pläne für ihre Zukunft. So kleine, dass sie diese in ihren Genesungsprozess, der noch lange nicht am Ende angelangt ist, einbinden kann.
Viel erzählt sie über ihre Hunde Frau Doktor, Tussi, Taxi, Urlaub, Bitte und Toffeefee, ihren Sohn Donald, der ihren Humor größtenteils geerbt hat, ihre Mutter, der sie einen schönen und ruhigen Lebensabend gewünscht hätte und die sie nun rund um die Uhr betreut, sowie über ihre vielen treuen Freunde, die vor, während und auch nach ihrer Erkrankung wie ein Fels in der Brandung an ihrer Seite stehen.
Mein Eindruck:
Gaby Köster kokettiert mit keinem einzigen Wort mit ihrer Krankheit. Sie zeigt mit diesem Buch, wie stark sie ist. Stark war sie vorher schon als alleinerziehende Mutter mit Kind, fünf Hunden und einem anstrengenden nervenzehrenden Beruf. Allerdings zeigte sie ihre volle Stärke bei ihrem Kampf gegen die Folgen ihres Schlaganfalles und der Pflege ihrer Freundschaften während dieser Zeit.
Sie selber sah sich aufgrund ihrer Lähmung nicht in der Lage, dieses Buch selber zu schreiben, also vertraute sie sich voll und ganz ihrem Freund und Weggefährten Till Hoheneder an, dem sie ihr Leben erzählte und der letztendlich das Buch für sie schrieb. Eine mehr als gelungene Zusammenarbeit, die das Vertrauen zweier Menschen zueinander zeigt.
Mein Fazit:
Kein Seelenstriptease den sich vielleicht viele Erwarten. Eher der Werdegang einer starken Frau, der durch eine Tragödie aprupt beendet wurde und ihr Leben von Grund auf änderte.
Ein sehr empfehlenswertes Buch über eine Frau, die niemals ihren Sinn für Humor verloren hat und ihr Herz am rechten Fleck trägt.
Scherz-Verlag
Erschienen am 9. September 2011
ISBN 978-3502151883
Klappentext:
Gaby Köster ist wieder da! Und räumt auf! Mit Gerüchten und Lügen über ihre Krankheit. Schonungslos. Wahr und aufrichtig ehrlich. Mit großer Klappe und großem Herz! Laut und lustig. Sensibel und traurig. Eben 100% Gaby Köster. Wie man sie kennt und liebt.
Seit Jahren gehört sie zu den bekanntesten und erfolgreichsten Gesichtern der deutschen Comedy-Szene. Aber auf dem Höhepunkt ihrer Karriere passiert das, womit keiner rechnet: Gaby Köster erleidet einen schweren Schlaganfall. Ihre bewegende Geschichte ist die einer Ausnahme-Künstlerin und einer starken Frau, die trotz ihres schweren Schicksals nicht aufgibt und ihre neue Chance im Leben nutzt. Ein Buch, das einen berührt, immer wieder zum Lachen bringt und gerade deshalb so viel Mut macht!
Mein Umriss:
Ein bisher turbulentes Leben, das am 8. Januar 2008 eine dramatische Wende nahm. Gaby Köster, die bisher beruflich und privat ein Leben auf der Überholspur führte, erlitt einen schweren Schlaganfall. Die Vorzeichen waren zur Genüge vorhanden, sie ignorierte sie jedoch und dachte, sie wäre einfach nur urlaubsreif.
Lange schwebte sie zwischen Leben und Tod. Aber Gaby Köster wäre nicht Gaby Köster, wenn sie aufgegeben hätte. So jedoch trieb sie sich selber und mit Hilfe der zahlreichen Therapeuten zu Höchstleistungen an und schaffte, was am Anfang aussichtslos erschien.
Sie ist zurück im Leben. Dieses Leben ist zwar ein anderes geworden, aber immer noch lebens- und liebenswert.
Dieses Buch ist auf keiner Seite Koketterie mit ihrer Krankheit. Nein, sie zeigt mit ihrer Lebensgeschichte keine Schwächen. Sie ist durch und durch eine starke Frau, über deren Freundschaft sich jeder einzelne ihrer Freunde, die in der schweren Zeit ihres siebenmonatigen Krankenhausaufenthaltes zu ihr hielten, freuen darf. Sie gingen mit ihr durch dick und dünn und trotz ihrer Krankheit dachte sie doch immer nur daran, dass es ihnen gut ging.
Gaby Köster erzählt Till Hoheneder ihr Leben, der es für sie niederschreibt. Ihre Anfangsjahre, in denen sie sich als Kellnerin in Szenekneipen finanziell über Wasser hielt, ihre eher zufällige Entdeckung und ihren kometenhaften Aufstieg in der Comedyszene, deren Grundstein Rudi Carell legte. Mit allen erdenklichen Preisen und Auszeichnungen dekoriert trifft sie die Krankheit, als sie auf der obersten Stufe ihrer Karriere steht.
Durch wirre Spekulationen durch die Yellow-Press fühlt sich ihr Management genötigt, keine Informationen über ihren Zustand nach aussen dringen zu lassen.
Auch in diesem Buch halten sich die Informationen über ihre Erkrankung in Grenzen. Sie will kein Mitleid, sie will zeigen, dass sie noch da ist. Zwar anders als vorher, aber da. Sie hat kein bisschen ihres schrillen, manchmal lauten Humors eingebüßt und macht kleine Pläne für ihre Zukunft. So kleine, dass sie diese in ihren Genesungsprozess, der noch lange nicht am Ende angelangt ist, einbinden kann.
Viel erzählt sie über ihre Hunde Frau Doktor, Tussi, Taxi, Urlaub, Bitte und Toffeefee, ihren Sohn Donald, der ihren Humor größtenteils geerbt hat, ihre Mutter, der sie einen schönen und ruhigen Lebensabend gewünscht hätte und die sie nun rund um die Uhr betreut, sowie über ihre vielen treuen Freunde, die vor, während und auch nach ihrer Erkrankung wie ein Fels in der Brandung an ihrer Seite stehen.
Mein Eindruck:
Gaby Köster kokettiert mit keinem einzigen Wort mit ihrer Krankheit. Sie zeigt mit diesem Buch, wie stark sie ist. Stark war sie vorher schon als alleinerziehende Mutter mit Kind, fünf Hunden und einem anstrengenden nervenzehrenden Beruf. Allerdings zeigte sie ihre volle Stärke bei ihrem Kampf gegen die Folgen ihres Schlaganfalles und der Pflege ihrer Freundschaften während dieser Zeit.
Sie selber sah sich aufgrund ihrer Lähmung nicht in der Lage, dieses Buch selber zu schreiben, also vertraute sie sich voll und ganz ihrem Freund und Weggefährten Till Hoheneder an, dem sie ihr Leben erzählte und der letztendlich das Buch für sie schrieb. Eine mehr als gelungene Zusammenarbeit, die das Vertrauen zweier Menschen zueinander zeigt.
Mein Fazit:
Kein Seelenstriptease den sich vielleicht viele Erwarten. Eher der Werdegang einer starken Frau, der durch eine Tragödie aprupt beendet wurde und ihr Leben von Grund auf änderte.
Ein sehr empfehlenswertes Buch über eine Frau, die niemals ihren Sinn für Humor verloren hat und ihr Herz am rechten Fleck trägt.
Samstag, 12. Mai 2012
Starters - Lissa Price
400 Seiten
ivi Verlag
ISBN: 9783492702638
Erschienen am 12. März 2012
Klappentext:
Nach einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant ...
Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde – um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...
Mein Umriss:
Ein Sporenkrieg dezimiert die Menschheit. Es gibt eine Impfmöglichkeit gegen die Sporen, die Regierung ließ jedoch nur die Kinder und Jugendlichen, sowie die Alten Menschen impfen.
Dies jedoch sicher nicht ohne Hintergedanken.
Die Kinder und Jugendlichen ohne Angehörige werden in Heime gesteckt, wo sie ein armseliges Leben fristen. Diejenigen, die den Marshalls entkommen konnten, leben auf der Straße und übernachten in leerstehenden Gebäuden.
Sowie Callie, ihr Bruder Tyler und ihr Freund Michael haben sich zusammengetan und helfen sich gegenseitig. Dann erfährt Callie von der Boby Bank und erkundigt sich über deren Geschäfte.
Sie entscheidet sich mit der Body Bank einen Vertrag zur Vermietung ihres Körpers zu schliessen. Die Enders, die alten, wohlhabenden Menschen die inzwischen bis zu 200 Jahre alt werden können, haben Sehnsucht nach jungen, makellosen Körpern und daher mieten sie diese auf Zeit.
Die ersten beiden Vermietungen von Callies Körper funktionieren einwandfrei. Callie übersteht sie ohne sich an das erinnern zu können, was mit ihrem Körper während der Vermietung geschah. Dann steht eine Vermietung über einen Monat an. Callie nimmt den Auftrag an und dann läuft einiges schief.
Eigentlich sollte sie nicht mitbekommen, was in dieser Zeit geschieht und nach dem Monat aufwachen, ihr Honorar kassieren und dann endlich ein Leben mit eigenem Haus und genug Geld für Lebensmittel mit ihrem Bruder zu führen. Es ist jedoch so, dass sie alles mitbekommt und immer wieder die Stimme der Ender hört, die sie gemietet hat. Diese Ender warnt sie immer wieder vor der Rückkehr in die Body Bank. Am Anfang kann Callie nicht direkt mit ihr in Verbindung treten, nach einer Änderung des in ihren Kopf eingepflanzten Chips ist das dann doch möglich. Die Ender will, dass Callie für sie einen Mord begeht. Das jedoch kann Callie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren. Somit bekommt sie keinerlei Möglichkeit, auf die politischen Belange des Landes einzuwirken und bringt damit die anderen Starters in höchste Lebensgefahr.....
Mein Eindruck:
Lissa Price hat einen für Jugendbücher typischen flüssigen Schreibstil. Anfangs war ich etwas irritiert, da das Buch so ganz ohne Einleitung auskommen muss. Nach ein paar Seiten war ich jedoch so im Geschehen, dass ich nicht mehr zu lesen aufhören wollte. Mit jeder Seite baut sie die Spannung kontinuierlich auf bis zum großen Show down, der keine Wünsche offen läßt.
Das Ende bleibt hier offen, also kann der Leser auf eine sicherlich nicht minder spannende Fortsetzung hoffen.
Mein Fazit:
Ein rundum gelungenes Werk nicht nur für Jugendliche oder Sci-Fi-Fans. Spannung pur und jederzeit vorbehaltlos zu empfehlen.
ivi Verlag
ISBN: 9783492702638
Erschienen am 12. März 2012
Klappentext:
Nach einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant ...
Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde – um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...
Mein Umriss:
Ein Sporenkrieg dezimiert die Menschheit. Es gibt eine Impfmöglichkeit gegen die Sporen, die Regierung ließ jedoch nur die Kinder und Jugendlichen, sowie die Alten Menschen impfen.
Dies jedoch sicher nicht ohne Hintergedanken.
Die Kinder und Jugendlichen ohne Angehörige werden in Heime gesteckt, wo sie ein armseliges Leben fristen. Diejenigen, die den Marshalls entkommen konnten, leben auf der Straße und übernachten in leerstehenden Gebäuden.
Sowie Callie, ihr Bruder Tyler und ihr Freund Michael haben sich zusammengetan und helfen sich gegenseitig. Dann erfährt Callie von der Boby Bank und erkundigt sich über deren Geschäfte.
Sie entscheidet sich mit der Body Bank einen Vertrag zur Vermietung ihres Körpers zu schliessen. Die Enders, die alten, wohlhabenden Menschen die inzwischen bis zu 200 Jahre alt werden können, haben Sehnsucht nach jungen, makellosen Körpern und daher mieten sie diese auf Zeit.
Die ersten beiden Vermietungen von Callies Körper funktionieren einwandfrei. Callie übersteht sie ohne sich an das erinnern zu können, was mit ihrem Körper während der Vermietung geschah. Dann steht eine Vermietung über einen Monat an. Callie nimmt den Auftrag an und dann läuft einiges schief.
Eigentlich sollte sie nicht mitbekommen, was in dieser Zeit geschieht und nach dem Monat aufwachen, ihr Honorar kassieren und dann endlich ein Leben mit eigenem Haus und genug Geld für Lebensmittel mit ihrem Bruder zu führen. Es ist jedoch so, dass sie alles mitbekommt und immer wieder die Stimme der Ender hört, die sie gemietet hat. Diese Ender warnt sie immer wieder vor der Rückkehr in die Body Bank. Am Anfang kann Callie nicht direkt mit ihr in Verbindung treten, nach einer Änderung des in ihren Kopf eingepflanzten Chips ist das dann doch möglich. Die Ender will, dass Callie für sie einen Mord begeht. Das jedoch kann Callie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren. Somit bekommt sie keinerlei Möglichkeit, auf die politischen Belange des Landes einzuwirken und bringt damit die anderen Starters in höchste Lebensgefahr.....
Mein Eindruck:
Lissa Price hat einen für Jugendbücher typischen flüssigen Schreibstil. Anfangs war ich etwas irritiert, da das Buch so ganz ohne Einleitung auskommen muss. Nach ein paar Seiten war ich jedoch so im Geschehen, dass ich nicht mehr zu lesen aufhören wollte. Mit jeder Seite baut sie die Spannung kontinuierlich auf bis zum großen Show down, der keine Wünsche offen läßt.
Das Ende bleibt hier offen, also kann der Leser auf eine sicherlich nicht minder spannende Fortsetzung hoffen.
Mein Fazit:
Ein rundum gelungenes Werk nicht nur für Jugendliche oder Sci-Fi-Fans. Spannung pur und jederzeit vorbehaltlos zu empfehlen.
Donnerstag, 3. Mai 2012
Lehrerkind, lebenslänglich Pausenhof - Bastian Bielendorfer
304 Seiten
Biografie
Verlag Piper
Erschienen November 2011
ISBN 978-3492272964
Klappentext:
Was wird aus einem Menschen, wenn Mama und Papa Lehrer an der eigenen Schule sind – und somit an jedem Tag im Jahr Elternsprechtag ist, die Mitschüler einen zum Daueropfer ernennen und es bei den Bundesjugendspielen nicht einmal für eine Teilnehmerurkunde reicht? Genau: Er wird selbst Lehrer! Mit gnadenloser Selbstironie schildert Bastian Bielendorfer, wie er der pädagogischen Sippenhaft zu entrinnen versucht, und verrät dabei, welch zarte Seele sich unter so manchem grob gehäkelten Mathelehrerpullunder verbirgt.
Mein Umriss:
Bastian Bielendorfer ein wahres Opfer seiner Herkunft. Geboren als Sohn zweier Lehrer und wahrlich schulmeisterlich mit dem seltsamen Humor seines Vaters großgezogen.
Schon früh erfährt Bastian was es heißt, einen Vater und eine Mutter zu haben, die Lehrer sind. Schon als Kleinkind wird jedes Verhalten von seinem Vater benotet. Dieser hat eine Schwäche für Vinylplatten und seine Mutter leidet an immer wiederkehrender Migräne. Das hat zur Folge, dass sein Vater mit ihm in den Zoo oder ins Spaßbad geht, wenn die Mutter leidet. Nur riecht der Kleine nie nach Tieren und auch nie nach Chlor, was der Mutter nicht aufzufallen scheint.
Lieber stöbert sein Vater in einem Laden nach lange von ihm gesuchten Schallplatten und droht dem Kleinen mit Kinderhaft im Kindergefängnis gegenüber, wenn er sich nicht ruhig verhält. Bastian kann ja nicht wissen, dass das Gebäude eine stillgelegte Fabrik für Milcherzeugnisse war.
Zur Einschulung reichte die Fantasie der Mutter gerade noch zu einer Schultüte, die eher wie ein zusammengeklebtes Altpapierknäuel aussieht. Als diese auch noch vor dem Schulgebäude regelrecht explodiert, rettet sein Großvater mit Hilfe eines Gameboys, den Bastian zu hause niemals bekommen hätte, die Situation.
Sein Vater ist zum ersten April immer wieder zu Streichen aufgelegt, die sein Sohn immer wieder für bare Münze nimmt und ihn öfter als einmal vor der gesamten Schule blamiert.
Nicht gerade mit Attraktivität geschmückt, etwas dicklich und unsportlich tut sich der Knirps, der von seinen Mitschülern von Anfang an als Lehrerkind abgestempelt ist, nicht gerade leicht in der Klassengemeinschaft. Er hat viele Hürden zu nehmen, die sich anderen Kindern erst gar nicht in den Weg stellen. Und immer wieder sind seine Eltern der Grund dafür.
Ein Schülerleben, das nur mit der gehörigen Portion Humor zu ertragen ist.
Mein Eindruck:
Mit Herz, Humor, einem Schuß Ironie und ganz großer Klappe erzählt Bastian Bielendorfer von seiner „Karriere“ als Lehrerkind, das nicht nur in der Schule, sondern auch zu hause benotet wird.
Von seiner Zeit als Zivildienstleistender, die zwar nicht einfach ist, aber ihn etwas aus dem Fokus der Eltern rückt und seinem Studium zum Lehramt. Denn was soll ein Lehrerkind schon werden ausser Lehrer?
Flüssig geschrieben, ohne das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Der Autor hätte seinen Eltern vieles vorzuwerfen, aber nein, er nimmt im Nachhinein seine Kindheit und Jugend mit Humor und einem Augenzwinkern und bringt den Leser dadurch nicht nur einmal herzhaft zum Lachen.
Mein Fazit:
Lehrerkind ist ein humorvoller Rückblick in die Schulzeit des Autoren, den ich jedem gerne empfehle, der gerne lacht.
Biografie
Verlag Piper
Erschienen November 2011
ISBN 978-3492272964
Klappentext:
Was wird aus einem Menschen, wenn Mama und Papa Lehrer an der eigenen Schule sind – und somit an jedem Tag im Jahr Elternsprechtag ist, die Mitschüler einen zum Daueropfer ernennen und es bei den Bundesjugendspielen nicht einmal für eine Teilnehmerurkunde reicht? Genau: Er wird selbst Lehrer! Mit gnadenloser Selbstironie schildert Bastian Bielendorfer, wie er der pädagogischen Sippenhaft zu entrinnen versucht, und verrät dabei, welch zarte Seele sich unter so manchem grob gehäkelten Mathelehrerpullunder verbirgt.
Mein Umriss:
Bastian Bielendorfer ein wahres Opfer seiner Herkunft. Geboren als Sohn zweier Lehrer und wahrlich schulmeisterlich mit dem seltsamen Humor seines Vaters großgezogen.
Schon früh erfährt Bastian was es heißt, einen Vater und eine Mutter zu haben, die Lehrer sind. Schon als Kleinkind wird jedes Verhalten von seinem Vater benotet. Dieser hat eine Schwäche für Vinylplatten und seine Mutter leidet an immer wiederkehrender Migräne. Das hat zur Folge, dass sein Vater mit ihm in den Zoo oder ins Spaßbad geht, wenn die Mutter leidet. Nur riecht der Kleine nie nach Tieren und auch nie nach Chlor, was der Mutter nicht aufzufallen scheint.
Lieber stöbert sein Vater in einem Laden nach lange von ihm gesuchten Schallplatten und droht dem Kleinen mit Kinderhaft im Kindergefängnis gegenüber, wenn er sich nicht ruhig verhält. Bastian kann ja nicht wissen, dass das Gebäude eine stillgelegte Fabrik für Milcherzeugnisse war.
Zur Einschulung reichte die Fantasie der Mutter gerade noch zu einer Schultüte, die eher wie ein zusammengeklebtes Altpapierknäuel aussieht. Als diese auch noch vor dem Schulgebäude regelrecht explodiert, rettet sein Großvater mit Hilfe eines Gameboys, den Bastian zu hause niemals bekommen hätte, die Situation.
Sein Vater ist zum ersten April immer wieder zu Streichen aufgelegt, die sein Sohn immer wieder für bare Münze nimmt und ihn öfter als einmal vor der gesamten Schule blamiert.
Nicht gerade mit Attraktivität geschmückt, etwas dicklich und unsportlich tut sich der Knirps, der von seinen Mitschülern von Anfang an als Lehrerkind abgestempelt ist, nicht gerade leicht in der Klassengemeinschaft. Er hat viele Hürden zu nehmen, die sich anderen Kindern erst gar nicht in den Weg stellen. Und immer wieder sind seine Eltern der Grund dafür.
Ein Schülerleben, das nur mit der gehörigen Portion Humor zu ertragen ist.
Mein Eindruck:
Mit Herz, Humor, einem Schuß Ironie und ganz großer Klappe erzählt Bastian Bielendorfer von seiner „Karriere“ als Lehrerkind, das nicht nur in der Schule, sondern auch zu hause benotet wird.
Von seiner Zeit als Zivildienstleistender, die zwar nicht einfach ist, aber ihn etwas aus dem Fokus der Eltern rückt und seinem Studium zum Lehramt. Denn was soll ein Lehrerkind schon werden ausser Lehrer?
Flüssig geschrieben, ohne das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Der Autor hätte seinen Eltern vieles vorzuwerfen, aber nein, er nimmt im Nachhinein seine Kindheit und Jugend mit Humor und einem Augenzwinkern und bringt den Leser dadurch nicht nur einmal herzhaft zum Lachen.
Mein Fazit:
Lehrerkind ist ein humorvoller Rückblick in die Schulzeit des Autoren, den ich jedem gerne empfehle, der gerne lacht.
Dienstag, 1. Mai 2012
Meine Regale im RL und virtuell
Ich weiß, ich hab einen Knall
Aber kann man genug Bücher haben?
Ich habe gerade 1.027 Bücher und nie das, das ich gerade lesen will....
Ich habe gerade 1.027 Bücher und nie das, das ich gerade lesen will....
Ich denke nein, also hab ich jetzt ein paar Tage sortiert, geordnet, ein zusätzliches Regal an Ort und Stelle gepackt und alle Bücher, die in den Regalen sind gescannt.
Montag, 23. April 2012
Der Anschlag - Stephen King
1056 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 23. Januar 2012
ISBN 978-3453267541
Klappentext:
Wenn die Vergangenheit grausam zuschlägt – Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu
Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.
Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...
Mein Umriss:
Jake Epping ist Lehrer und unterrichtet unter anderem Erwachsene. Der Aufsatz von Harry Dunning dem Schulhausmeister über seine Jugend rührt ihn zu Tränen und lässt ihn nicht mehr los.
Als er in Al Templetons Diner geht um einen Hamburger zu essen, stellt er fest, das Al über Nacht schrecklich abgenommen hat und nur noch ein Schatten seiner selbst ist.
Kurz darauf bekommt Jake einen Anruf von ihm, in dem er ihn um ein Treffen bittet. Diese Bitte schlägt ihm Jake nicht aus. Er besucht ihn in seinem Diner, wo dieser ihm eine Geschichte erzählt, die er erstmal nicht glauben kann. Al tritt jedoch den Beweis an und Jake ist fasziniert. Jake tritt mit Als Hilfe seine erste Zeitreise in die Vergangenheit an.
Als Al kurze Zeit später merkt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, bittet er Jake zu sich nach hause und überreicht ihm diverse Gegenstände und Geld. Damit soll er in die Vergangenheit reisen und das Attentat auf John F. Kennedy am 22.11.1963 verhindern.
Nach Als Information kann er sich jahrelang in der Vergangenheit aufhalten, aber keine Reise dorthin würde in der Gegenwart länger als zwei Minuten dauern.
Als Al stirbt will ihm Jake seinen Wunsch erfüllen und zugleich noch seinen eigenen. Er will die Familiengeschichte Dunnings auch beeinflussen und damit den Inhalt des Aufsatzes und Dunnings Leben als Gehbehindertem in andere Bahnen lenken.
Da er jedes Mal wenn er die unsichtbare Treppe im Lagerraum des Diners nach unten geht im Jahr 1958 landet, trifft er finanzielle Vorkehrungen indem er Als Geld auf ein Konto einzahlt und als Joker hat er Sportergebnisse von damals dabei, um notfalls Wetten abschließen zu können.
Er wartet in der Vergangenheit auf die Einreise Lee Harvey Oswalds, dem verblendeten Einzelgänger, beschatten ihn und seine Frau mit einfachsten Mitteln, lernt seine große Liebe Sadie kennen, findet viele Freunde und genießt das Leben der unbeschwerten Sechziger.
Doch alles wird schwieriger, als Jake sich das gedacht hat. Die Vergangenheit will sich nicht ändern lassen und wehrt sich gegen jede Aktion, die ein Veränderung herbeiführen soll.
Mein Eindruck:
Das bisher beste Werk Kings mit dem er unter Beweis stellt, dass er in seiner Arbeit als Autor sehr wandlungsfähig ist. Er zeigt den american way of life der beschwingten Sechziger, in denen es mit dem Land und dessen Bürgern immerzu nur aufwärts zu gehen schien. Das Leben machte einfach Spaß.
Aber King wäre nicht King, wenn er das Buch alleine darauf beruhen hätte lassen. Nein, er lässt die Vergangenheit um ihre Geschichte kämpfen. Sie will nicht geändert werden, und somit bekommt Jake so manchen schmerzhaften Schlag einzustecken.
Zum Attentat auf Kennedy und die Biografie von Lee Harvey Oswald hat er eine irrsinnige Recherchearbeit auf sich genommen, die sich jedoch im Ergebnis des Buches mehr als positiv niederschlägt.
Wie auch in seinen anderen Büchern verheddert sich King nicht in Nebensächlichkeiten. Er bleibt am Ball und verliert nie den roten Faden, dem der Leser leicht und stolperfrei folgen kann. Er hat dieses Buch so realistisch geschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat, selber in die Zeit zu Anfang der Sechziger zurückversetzt geworden zu sein.
Dass er sich entschied, das Buch nicht wie ursprünglich geplant in den Siebzigern zu schreiben, sondern erst jetzt, lässt seinen Patriotismus seinem Land gegenüber erkennen. Er begründet das auch damit, dass er warten wollte, bis die Zeit reif war.
King tat mit diesem Buch einen Riesenschritt vom Horrorautor zum ernsten, nachdenklichen Schriftsteller.
Mein Fazit:
Kein Thriller und trotzdem ein spannendes, rundum gelungenes Werk, das auch zu mehrmaligem Lesen einlädt.
Heyne Verlag
Erschienen am 23. Januar 2012
ISBN 978-3453267541
Klappentext:
Wenn die Vergangenheit grausam zuschlägt – Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu
Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.
Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...
Mein Umriss:
Jake Epping ist Lehrer und unterrichtet unter anderem Erwachsene. Der Aufsatz von Harry Dunning dem Schulhausmeister über seine Jugend rührt ihn zu Tränen und lässt ihn nicht mehr los.
Als er in Al Templetons Diner geht um einen Hamburger zu essen, stellt er fest, das Al über Nacht schrecklich abgenommen hat und nur noch ein Schatten seiner selbst ist.
Kurz darauf bekommt Jake einen Anruf von ihm, in dem er ihn um ein Treffen bittet. Diese Bitte schlägt ihm Jake nicht aus. Er besucht ihn in seinem Diner, wo dieser ihm eine Geschichte erzählt, die er erstmal nicht glauben kann. Al tritt jedoch den Beweis an und Jake ist fasziniert. Jake tritt mit Als Hilfe seine erste Zeitreise in die Vergangenheit an.
Als Al kurze Zeit später merkt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, bittet er Jake zu sich nach hause und überreicht ihm diverse Gegenstände und Geld. Damit soll er in die Vergangenheit reisen und das Attentat auf John F. Kennedy am 22.11.1963 verhindern.
Nach Als Information kann er sich jahrelang in der Vergangenheit aufhalten, aber keine Reise dorthin würde in der Gegenwart länger als zwei Minuten dauern.
Als Al stirbt will ihm Jake seinen Wunsch erfüllen und zugleich noch seinen eigenen. Er will die Familiengeschichte Dunnings auch beeinflussen und damit den Inhalt des Aufsatzes und Dunnings Leben als Gehbehindertem in andere Bahnen lenken.
Da er jedes Mal wenn er die unsichtbare Treppe im Lagerraum des Diners nach unten geht im Jahr 1958 landet, trifft er finanzielle Vorkehrungen indem er Als Geld auf ein Konto einzahlt und als Joker hat er Sportergebnisse von damals dabei, um notfalls Wetten abschließen zu können.
Er wartet in der Vergangenheit auf die Einreise Lee Harvey Oswalds, dem verblendeten Einzelgänger, beschatten ihn und seine Frau mit einfachsten Mitteln, lernt seine große Liebe Sadie kennen, findet viele Freunde und genießt das Leben der unbeschwerten Sechziger.
Doch alles wird schwieriger, als Jake sich das gedacht hat. Die Vergangenheit will sich nicht ändern lassen und wehrt sich gegen jede Aktion, die ein Veränderung herbeiführen soll.
Mein Eindruck:
Das bisher beste Werk Kings mit dem er unter Beweis stellt, dass er in seiner Arbeit als Autor sehr wandlungsfähig ist. Er zeigt den american way of life der beschwingten Sechziger, in denen es mit dem Land und dessen Bürgern immerzu nur aufwärts zu gehen schien. Das Leben machte einfach Spaß.
Aber King wäre nicht King, wenn er das Buch alleine darauf beruhen hätte lassen. Nein, er lässt die Vergangenheit um ihre Geschichte kämpfen. Sie will nicht geändert werden, und somit bekommt Jake so manchen schmerzhaften Schlag einzustecken.
Zum Attentat auf Kennedy und die Biografie von Lee Harvey Oswald hat er eine irrsinnige Recherchearbeit auf sich genommen, die sich jedoch im Ergebnis des Buches mehr als positiv niederschlägt.
Wie auch in seinen anderen Büchern verheddert sich King nicht in Nebensächlichkeiten. Er bleibt am Ball und verliert nie den roten Faden, dem der Leser leicht und stolperfrei folgen kann. Er hat dieses Buch so realistisch geschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat, selber in die Zeit zu Anfang der Sechziger zurückversetzt geworden zu sein.
Dass er sich entschied, das Buch nicht wie ursprünglich geplant in den Siebzigern zu schreiben, sondern erst jetzt, lässt seinen Patriotismus seinem Land gegenüber erkennen. Er begründet das auch damit, dass er warten wollte, bis die Zeit reif war.
King tat mit diesem Buch einen Riesenschritt vom Horrorautor zum ernsten, nachdenklichen Schriftsteller.
Mein Fazit:
Kein Thriller und trotzdem ein spannendes, rundum gelungenes Werk, das auch zu mehrmaligem Lesen einlädt.
Donnerstag, 29. März 2012
Oscar - Was uns ein Kater über das Leben und Sterben lehrt - David Dosa
256 Seiten
Droemer
Erschienen 15. Februar 2010
ISBN 978-3426274705
Klappentext:
Die Geschichte eines ganz besonderen Katers Wenn sich Oscar, der Stationskater, zu einem Patienten auf das Bett legt, dann wissen Doktor Dosa und die Schwestern des Pflegeheims, dass es so weit ist. Denn Oscar spürt, wann ein Mensch sterben wird. Schnurrend schmiegt er sich an ihn – und bleibt bis zum letzten Atemzug. Oscar gibt Sterbenden, was ihnen von den Menschen oft verwehrt wird: tröstenden Beistand am Lebensende. "Wenn wir sterben, zählt allein die Wärme, die uns begleitet."
Mein Umriss:
Dr. Dosa ist mit Leib und Seele Geriater im Steere House Nursing an Rehabilitation Center, das an das Rhode Island Hospital im Zentrum von Providence angeschlossen ist. In diesem Pflegeheim und Hospiz für Demenz- und Alzheimerkranke leben auch diverse Tiere. In der zweiten Etage mit den besonders schweren Fällen halten sich der Kater Oscar und die Kätzin Maya auf und sorgen für gute Stimmung, aber auch für gute Laune unter den Patienten und dem Pflegepersonal.
Irgendwann fällt Dr. Dosa auf, dass sich Oscar meistens von den Patienten fern hält und sich bevorzugt mit Mary der Krankenschwester und guten Seele des Hauses zu den Besuchen bei den Bewohnern begibt. Nicht nur das, wenn ein Bewohner sich auf den Weg macht seine letzte Reise anzutreten, legt sich Oscar in dessen Bett und hält Wache. Er läßt in dieser Zeit nicht zu, dass der Sterbende gestört wird. Erst wenn der Leichnam vom Bestattungsinstitut geholt wird, springt der Kater vom Bett und verkriecht sich sichtlich erschöpft in einem seiner Schlafplätze.
Mary ist davon überzeugt, dass Oscar merkt, wann es mit den Patienten zu Ende geht. Nur Dr. Dosa zweifelt an dieser Aussage. Aufgrund eines Gespräches mit Mary beginnt Dr. Dosa in der Vergangenheit zu recherchieren. Was er da erfährt, läßt ihn immer wieder staunen. Irgendwann glaubt auch er nicht mehr an Zufälle, sondern freundet sich mit Oscar an.
Am Ende ist auch er davon überzeugt, dass er in seinen letzten Stunden lieber eine Katze in seiner Nähe wissen will, als an intensivmedizinischen Geräten zu hängen.
Mein Eindruck:
Dr. David Dosa ist wirklich Arzt im oben genannten Pflegeheim und auch Oscar existiert dort und die Hintergründe des Verhaltens des Katers möchte Dr. Dosa mit diesem Buch aufzeigen. Er hat umfangreich in alten Patientenakten recherchiert und die Angehörigen der ehemaligen Heimbewohner in Bezug auf Oscar befragt. Immer wieder erhielt er die Auskunft, dass Oscar in der letzten Stunde der Verstorbenen an deren Seite auf derem Bett lag und Wache hielt. Dadurch, dass der Kater eine beruhigende Wirkung auf die Sterbenden hatte, schliefen diese friedlich ein und die Angehörigen, die anwesend waren fühlten sich ebenso von dem Tier beruhigt und empfanden den letzten Abschied als sehr friedlich.
Dr. Dosa wollte aber zusätzlich herausfinden, wie der Kater es spürt oder empfindet, wenn sich ein Mensch auf die letzte Reise macht. Dieses Geheimnis hat ihm Oscar aber nicht verraten.
Mit sehr viel Gefühl und Liebe zu Mensch und Tier hat Dr. Dosa dieses Buch verfaßt. Er bedient sich einer leicht verständlichen, flüssigen Ausdrucksweise, der der Leser sehr gut folgen kann. Durch die Beschreibung der einzelnen Fälle, auf die er zwar intensiv eingeht, aber trotzdem Rücksicht auf deren Krankheit nahm, empfindet man die Erzählung als sehr angenehm und keineswegs abfällig den Kranken gegenüber.
Mein Fazit:
Ein wunderschönes Buch über einen aussergewöhnlichen Kater, das ich jedem uneingeschränkt empfehlen kann.
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