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Sonntag, 21. Juni 2015

Petra Durst-Benning live on tour!

Zuhören, genießen, sich ein Buch signieren lassen, endlich einmal die Fragen stellen, die Sie zum Thema Schreiben schon immer interessieren, Gleichgesinnte treffen, über Bücher fachsimpeln, dazu ein Glas Sekt oder Wein trinken – eine Lesung ist immer auch ein Kurzurlaub vom Alltag!
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Übersetzerin und Wirtschaftskorrespondentin arbeitete sie einige Jahre im Im- und Exportgeschäft, bevor sie ins elterliche Antiquitätengeschäft einstieg. Seit damals schreibt sie Romane, und seit zehn Jahren ist sie hauptberuflich als Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land. All ihre Romane sind SPIEGEL-Bestseller und wurden fast ins gesamte europäische Ausland verkauft, sogar nach Amerika.


Lesereise "Kräuter der Provinz" - Genuss pur
Alle wollen die "Kräuter der Provinz" genießen!

Deshalb geht Petra Durst-Benning gleich zwei Mal auf Lesereise:
Etwas weiter unten finden Sie die Termine für den Herbst 2015 und das Frühjahr 2016, welche noch ergänzt werden.
Die Gäste dürfen sich schon heute freuen, denn außer einem schönen Abend mit Petra Durst-Benning erwarten Sie viele regionale Genüsse ...

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit zwanzig Jahre bin ich begeisterte Autorin historischer Romane. Ich habe nicht nur bei meinen Recherchen viel gelernt, sondern auch von meinen Romanfiguren: Die Glasbläserin Marie, die sich gegen sämtliche Widerstände in einer Männerdomäne durchgesetzt hat; die württembergische Königin Olga mit ihrer großen Gabe, stets das Beste aus ihrem Leben zu machen; Josefine, die sich als eine der ersten Frauen aufs Fahrrad gewagt hat – sie alle sind wie Vorbilder für mich. Sie haben uns den Weg geebnet. Doch im Augenblick gelüstet es mich danach, nach vorne zu schauen. Es gibt so viele Themen, die uns alle etwas angehen und in die wir uns einmischen sollten! Lasst uns gemeinsam zu Pionieren und Wegbereitern werden, lasst uns den Aufbruch wagen, wie es die Menschen um 1900 herum getan haben! „Ihre Bücher würde ich blind am Schreibstil erkennen. Die Liebe zu den Figuren, die szenische Dichte, die Spannung und der Spaß beim Leben – das alles macht eine echte Durst- Benning aus!“, schrieb mir vor kurzem Leserin. Das hat mich ganz schön gefreut. Ich verspreche Ihnen, auch mein neuer Roman ist eine „echte Durst-Benning“, er spielt lediglich im Hier und Jetzt und nicht vor hundert Jahren. Und das ist doch ziemlich spannend, oder? In diesem Sinne – auf nach Maierhofen! Ich möchte Ihnen nämlich gern Greta, Therese und Christine vorstellen, drei wunderbare Frauen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen, so wie Sie es von meinen Romanheldinnen gewöhnt sind …

Herzlichst Ihre Petra Durst-Benning



Oktober 2015 

Sonntag 4. Oktober 2015

Weilheim an der Teck 
Limburghalle 
Beginn: 16:00 Uhr, Einlass 15 Uhr 
Im Anschluss an die Lesung findet ein großes Genießerfest statt. 
Kontakt: Bücherei Weilheim 
Telefon: 07023/106222 

Dienstag 6. Oktober 2015 

Bücher Lack 
Cannstatter Straße 9 
70734 Fellbach 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Bücher Lack 
Telefon: 0711/586205 

Donnerstag 8. Oktober 2015 

Kulturcafé Petrusgemeinde 
Kirchstr. 40 
70839 Gerlingen 
Beginn: 20:00 
Kontakt: Petrusgemeinde Gerlingen 
Telefon: 07156/48417 

Freitag 9. Oktober 2015 

Bürgersaal im Alten Rathaus 
Marktplatz 3 
71093 Weil im Schönbuch 
Beginn: 20:00 
Kontakt: Ortsbücherei Weil im Schönbuch 
Telefon: 07157/1290-36 

Mittwoch 14. Oktober 2015 

Altes Rathaus Plochingen 
Marktstraße 
73207 Plochingen 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Stadtbibliothek Plochingen 
Telefon: 07153/921341 

Freitag 16. Oktober 2015 

Café im Kannenmuseum 
Im Klosterhof 
89551 Königsbronn 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Jugendbücherei Königsbronn 
Telefon: 07328/6589 

Mittwoch 21. Oktober 2015 

Stadtbücherei Pfullingen 
Marktplatz 2 
72793 Pfullingen 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Stadtbücherei Pfullingen 
Telefon: 07121/70304200 

Donnerstag 22. Oktober 2015 

Gemeindebücherei Schwaikheim 
Uhlandstr. 8 
71409 Schwaikheim 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Gemeindebücherei Schwaikheim 
Telefon: 07195/953840 

Freitag 23. Oktober 2015 

Gemeindebücherei Straubenhardt-Schwann 
Dobler Str. 4 
75334 Straubenhardt-Schwann 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Gemeindebücherei Straubenhardt-Schwann 
Telefon: 07082/60614 

Donnerstag 29. Oktober 2015 

VR-Bank Panoramasaal 
Dillinger Str.21 
89312 Günzburg 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Hutter Buch Günzburg 
Telefon: 08221/369618 

Freitag 30. Oktober 2015 

Schurwaldhalle Aichwald 
Krummhardter Straße 54 
73773 Aichwald 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Ortsbücherei Aichwald 
Telefon: 0711/3051933 

November 2015 

Dienstag 3. November 2015 

Bürgerhaus Zehntscheuer Münsingen 
Zehntscheuerweg 11 
72525 Münsingen 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Stadtbücherei Münsingen 
Telefon: 07381/69307 

Donnerstag 12. November 2015 

onewelt Rutesheim 
Moltkestrasse 1 
71277 Rutesheim 
Beginn: 20:00 Uhr 
Kontakt: onewelt Rutesheim 
Telefon: 07152/997830 

Donnerstag 19. November 2015 

Festsaal Ochsensaal Neuhausen 
Kirchstraße 12 
73765 Neuhausen auf den Fildern 
Beginn: 20:00 
Kontakt: Öffentlich katholische Bücherei Neuhausen 
Telefon: 07158/9134207 

Dezember 2015 

Donnerstag, 3. Dezember 2015 

Viba Sweets 
Nougat-Allee 1 
98574 Schmalkalden 
Beginn: Information folgt 
Kontakt: Luther Buchhandlung 
Telefon: 03683/600690 

Freitag, 4. Dezember 2015 

Buchhandlung Peterknecht Im Rahmen der großen Jubiläumswoche! 
Anger 28 
99084 Erfurt 
Beginn: 20:00 
Kontakt: Buchhandlung Peterknecht 
Telefon: 0361/244060 

März 2016 

Dienstag, 8. März 2016 

Osiander Schorndorf 
Marktplatz 14 
73614 Schorndorf 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Osiander Schorndorf 
Telefon:07181/920100 

Mittwoch, 9. März 2016 

Osiander Memmingen 
Maximilianstr. 3 1/2 
87700 Memmingen 
Beginn: Information folgt 
Kontakt: Osiander Memmingen 
Telefon: 08331/924330 

Donnerstag, 10. März 2016 

Zehntscheuer Bondorf 
Hindenburgstraße 92 
71149 Bondorf 
Beginn: 19:30 Uhr 
Kontakt: Bücherei Bondorf 
Telefon: 07457/6106 

Freitag, 18. März 2016

Gemeindebücherei Lichtenstein 
Rathausplatz 14 - 16 
72805 Lichtenstein
Beginn: 19.30 Uhr 
Ansprechpartner: Stefanie Lengerer Tel. 07129 - 922 493 buecherei(at)gemeinde-lichtenstein.de 

April 2016 

Donnerstag, 14. April 2016 

Café Altes Rathaus 
Marktplatz 
75387 Neubulach 
Beginn: Information folgt 
Kontakt: Cafe Altes Rathaus 
Tel: 07053/393926 

Freitag, 15. April 2016 

Stadtbücherei Lorch 
Schulplatz 3 
73547 Lorch 
Beginn: 20:00 Uhr 
Kontakt: Stadtbücherei Lorch 
Telefon: 07172/1899180 

Samstag 23. April 2016 

Lesereise mit Buch Greuter/ Singen zum Schauplatz von „Bella Clara“ nach Meersburg Lesung aus „Bella Clara“ weitere Informationen folgen 
Kontakt: Buch Greuter, Singen 
Telefon: 07731/87690 

Freitag, 29. April 2016 

Kurhaus Bad Camberg 
Chambray-les-Tours-Platz 2 
65520 Bad Camberg 
Beginn: Information folgt 
Kontakt: Buch & Schreiben 
Telefon: 06434/7011 

Mai 2016 

Mittwoch, 04. Mai 2016 

Stadtbibliothek Engen 
Hauptstraße 8 
78234 Engen 
Veranstaltungsbeginn folgt 
Veranstaltungsort folgt 
Ansprechpartner:Jutta Pfitzenmaier www.foerder-stabi-engen.de 


Vielen Dank liebe Petra Durst Benning, dass ich so viel Infomaterial und Bilder zu diesem Beitrag bekommen habe und dieses auch veröffentlichen darf

Samstag, 13. Juni 2015

Preisaktion! - Vergelte! - Siegfried Langer


Inzwischen erhielt Siegfried Langers Roman Vergelte! 24 Rezensionen mit einem Schnitt von 4,9 (von 5)
Dies nimmt er nun zum Anlass, ab heute für kurze Zeit das E-Book zum halben Preis anzubieten.


Auch ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen.
Zu meiner Rezension

Mittwoch, 10. Juni 2015

Das Schattenkind - Anne Alexander


Kindle Edition
682 KB
Printausgabe 97 Seiten
Aaronis Collection
Erschienen am 20. Januar 2014
ASIN B0055Q80YM

Klappentext:

"Du mußt David helfen!"
Laura versucht, sich der Kinderstimme, die sie in ihrem Kopf hört, zu entziehen, denn Manuel ist tot, vor fünf Jahren kurz nach seiner Geburt gestorben. So hat man es ihr wenigstens gesagt. - Und wenn nicht? Könnte man sie belogen haben? Aber warum?
Seit Jahren hat Laura Newman denselben Traum: Mit ausgebreiteten Armen rennt sie einem blonden Jungen entgegen, der zwischen hohen Bäumen auf einem Hügel steht. Jedesmal, wenn sie glaubt, ihn endlich an sich ziehen zu können, verschwindet er im Nichts. Manchmal glaubte sie, seine Stimme zu hören. Sein flehendes 'Mommy' zerreißt ihr das Herz.
In den Monaten ihrer Schwangerschaft war sich Laura sicher gewesen, dass sie Zwillinge erwartete, obwohl es ihr Arzt abgestritten hatte. Aber durfte sie ihm wirklich glauben? Hatte er sie vielleicht genauso hintergangen wie Samuel Harris, ihr damaliger Freund, der nach Manuels Geburt von einem Tag zum anderen aus ihrem Leben verschwunden war? Bei ihrer Niederkunft hatte sie so unter Medikamenten gestanden, dass sie sich daran kaum erinnern konnte. Konnte es sein, dass sie zwei Kinder zur Welt gebracht hatte und eines davon noch lebte?
Als Laura in der Zeitung ein Foto Lord Thorburns sieht, der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, erkennt sie in ihm Samuel Harris und sie ist sich ganz sicher, dass der kleine Junge namens David, der auf dem Foto neben ihm steht, ihr eigener Sohn ist.
"Du mußt David helfen", glaubt sie wieder Manuel sagen zu hören.
Mit Hilfe ihrer bisherigen Arbeitgeberin gelingt es Laura, auf Thorburn Hall als Gouvernante des kleinen Lords engagiert zu werden. Schon bald stellt die junge Frau fest, dass Davids Leben an einem seidenen Faden hängt, doch niemand will ihr glauben. Verzweifelt kämpft sie um das Leben des Kindes und gerät dadurch selbst in tödliche Gefahr...

Mein Umriss:

Laura lebt auf Capri und führt ein Leben als Vertraute einer wohlhabenden Familie.
Immer wieder erscheint ihr im Traum ein Junge namens Manuel. Sie ist davon überzeugt, dass es sich um ihren Sohn handelt.
Eines Tages erscheint er ihr am hellichten Tag als Schatten und versucht sie vor irgendetwas zu warnen und kurz darauf liest sie in der Zeitung eine Meldung, dass Lord Thorburn bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. In ihm erkennt sie ihren ehemaligen Geliebten Samuel, der nach ihrer Niederkunft aus ihrem Leben verschwand.
Damals wurde ihr erklärt, dass ihr Sohn tot zur Welt kam, was sie bis in die Gegenwart nicht verwinden konnte.
Sie spricht mit ihren Arbeitgebern, gibt ihren Job bei ihnen auf und fährt nach England, um sich im Schloß der Familie Thorburn als Angestellte zu bewerben. Als Türöffner erhielt sie zu ihrer Abreise ein Empfehlungsschreiben der Familie Winslow, bei der sie die letzten Jahre beschäftigt war.
Sie erhält eine Anstellung als Betreuerin von David, dem Sohn der Thorburns.
Als sie ihn kennenlernt, hat sie sofort das Gefühl, dass er ihr Sohn ist und sie wohl Mutter von Zwillingen wurde. Auch er brachte ihr sein vollstes Vertrauen entgegen.
Als ein versuchter Mordanschlag auf David scheitert, bei dem Laura ihm das Leben rettet, scheint ihr niemand zu glauben. Sie jedoch misstraut den Familienmitgliedern und erhofft sich Hilfe durch den jüngeren Bruder ihres verstorbenen Geliebten.
Dass ihr Leben und das Davids am seidenen Faden hängt, ist ihr nicht bewußt…

Mein Eindruck:

Diesen Romantic Thriller verfasste Anne Alexander in einer sehr leichten, entspannenden Schreibweise. Sie geht auf das Schicksal von Laura, David und dessen Familie ein und zeigt das eigentlich geruhsame Leben auf einem englischen Herrschaftssitzes. Sie verzichtet jedoch nicht auf Störfaktoren in Menschengestalt, die sie zickig und fast bösartig erscheinen lässt.
Durch die Geisteserscheinung des kleinen Manuel zeigt, dass dieser Roman voll und ganz in der Fantasie der Autorin entstanden ist.
Leider ist die Abfolge der Geschehnisse allzu vorhersehbar und glatt und bedient viele Klischees, sodass man nichts Neues von diesem Buch erwarten kann. Was mich persönlich daran störte, waren sehr viele Rechtschreibfehler, fehlende Worte in Sätzen, sodass sich der Sinn des Satzes erst nach nochmaligem Lesen des Satzes erschließt. Ebenso bedient sich die Autorin mehrmals Aussagen wie „geh mal immer hoch“, „mach mal immer dieses“, „tu mal immer jenes“, was eine Ausdrucksweise ist, die nicht das Gros der Leserschaft bedient und wohl eher aus einem Dialekt entliehen ist, der mit richtigem Hochdeutsch nicht viel gemein hat.
Alexander machte sich bestimmt einige Gedanken über diese Geschichte, aber traf leider damit so gar nicht meinen Geschmack.

Mein Fazit:

Kann man zwischendurch lesen, wenn nicht, ist es sicherlich auch nicht schlimm

Dienstag, 2. Juni 2015

Squids: Die phantastische Reise des Jake Forrester - Leo Aldan


Kindle Edition
2091 KB
Print-Ausgabe 612 Seiten
BookRix
Erschienen am 29. Mai 2015
ASIN B00Q4AGXLU

Klappentext:

Stell Dir vor, Du erwachst in völliger Dunkelheit. Stell Dir vor, Du weißt nicht, wo Du bist - Sie haben Dich entführt ... Du kannst nicht entkommen ... und Du weißt nicht, wo die Reise hingeht ...

Der junge Astrophysiker Jake ahnt, dass er kurz davor steht, die spektakulärste Entdeckung in der Geschichte der Wissenschaft zu machen. Sie ist zum Greifen nah. Da verliert er buchstäblich den Boden unter den Füßen - und stürzt in die Tiefe.
Auf einem fremdartigen Schiff kommt er wieder zu sich. Als Gefangener. Niemand spricht mit ihm. Niemand beantwortet seine Fragen, doch er weiß, sie beobachten ihn.
In seiner Verwirrung ist ihm die hübsche Myriam Halt und Rätsel zugleich. Ist auch sie eine Gefangene? Oder ein Köder?
Als er endlich »entlassen« wird, erkennt er, dass Freiheit zu einer Illusion geworden ist. Er muss sich in einer exotischen Welt zurechtfinden - ein Paradies voller Geheimnisse und lauernder Gefahren. Aber je mehr Antworten er findet, desto mehr neue Fragen stellen sich, bis er eines Tages auf die schockierende Wahrheit stößt ...

Mein Umriss:

Der Astrophysiker Dr. Jake Forrester erwacht in einem Raum, den er nicht kennt, an einer Örtlichkeit, die er nicht kennt. Alles fühlt sich seltsam an. Er versucht sich zu erinnern, wie er hier gelandet ist, aber er kommt auf keine Erklärung.
Eine „Krankenschwester“ in Begleitung von zwei Robotern kümmert sich um ihn. Er jedoch hat nur ein Ziel. Seine Flucht von dem „Schiff“
Schnell wird ihm klar, dass er entführt wurde, jedoch der Grund dafür bleibt ihm verborgen. Nach der Landung auf dem für ihn fremden Planeten Njamingloh hat er nur seine Flucht im Sinn. Nachdem er Myriam, ein junges, wohlerzogenes Mädchen kennenlernt und sich in sie verliebt, erfährt er dass sie von einem Menschen wie ihm abstammt und möchte deren Vater kennenlernen, um mit ihm über seine Flucht zu sprechen. Bei ihm stößt Jake jedoch auf Widerstand. Er kann oder will ihm nicht helfen. Jake erkennt, dass er Angst hat. Und nicht nur Myriams Vater hat Angst, nein, alle von der Erde Entführten leben in ständiger Angst vor den Kleristen, den Herrschern über das Volk, die der Medusa unterstellt sind.
Jake jedoch verfolgt seinen Plan weiterhin und begibt sich ein aufs andere Mal in höchste Gefahr…

Mein Eindruck:

Dies war mein erster Sci-Fi-Roman, den ich bis zum Ende gelesen habe. Bisher brach ich alle spätestens nach 50 Seiten enttäuscht ab. Nicht enttäuscht von der Geschichte, eher enttäuscht davon, dass mir dieses Genre einfach mit keinem Wort näher gebracht werden konnte. Hier war es jedoch anders.
Gleich am Anfang fesselte mich die Geschichte um Jake Forrester an das Buch und ließ mich trotz mehrerer arg langatmiger Passagen bis zur letzten Seite nicht mehr los. Leo Aldan bediente sich einer relativ einfachen Schreib- und Ausdrucksweise in seiner Erzählung, die er durch fantasiereiche Namen der Akteure und des Umfeldes effektvoll würzte. Teilweise war es mir etwas zu viel Wissenschaftliches, das der Autor einfließen ließ und das mich dann doch etwas langweilte, aber nicht davon abhielt, weiter zu lesen, weil ich einfach wissen wollte, ob und wie es Jake schafft, von Njamingloh zu fliehen.
Der Autor erschuf mit Jake Forrester einen Protagonisten, wie er vielschichtiger nicht sein kann. Er ist Atomphysiker, Kämpfer, Mensch und Liebender. Und vor allem ist er neugierig was sein Umfeld betrifft und was ihm in seinen Plänen zur Fluch hilfreich ist.
Über die Lebewesen auf Njamingloh hat sich der Autor sicherlich lange Gedanken gemacht. Zu Anfang des Romans war mir nicht klar, um welche Gattung es sich handelt. Aber es musste eine andere Lebensform sein, denn nicht umsonst, wurden die Menschen als Homiden und gefährlich eingestuft und mit Männchen und Weibchen bezeichnet.
Dass die Kleristen nur Werkzeug der eigentlich Mächtigen sind, wird klar als die „Oktoftewiltabinen“ ins Geschehen eingreifen.
Unangenehm fiel mir auf, dass der gesamte Roman mit Rechtschreibfehlern gespickt war, was mich unheimlich störte und für mich ein Wermuthstropfen in einem wohl durchdachtem und ausgefeilten Roman ist. Mit den Namen der Oktoftewiltabinen hatte ich auch mein Leiden, denn merken kann sich diese kein Mensch. Aber als Mensch erarbeitete ich mir während des Lesens eben Abkürzungen für diese Endlosnamen und dadurch überlas ich diese mehr oder weniger, ohne aus dem Konzept gebracht zu werden. Dass diese fremdartigen Herrscher zwar an Octopusse erinnern, sich jedoch meist menschenähnlich verhalten, war für mich eine Überraschung und machte sie für mich in ihren Handlungen verständlicher, als so mancher blutrünstiger, hirnloser, brutal agierender Alien in anderen Büchern.
Vieles ist leider zu offensichtlich vorhersehbar, was dem einen gefallen mag, bei mir aber immer wieder den Spannungsbogen absinken ließ.
Das Cover erinnert mich eher an ein Kinder- oder Jugendbuch, ebenso der harmlos gehaltene Titel, der mich nachdem ich das Buch gelesen habe, eher an die Verballhornung mancher Sci-Fi-Parodien erinnert, als was ich dieses Buch nicht bezeichnen kann.

Mein Fazit:

Wer bisher Probleme mit dem Genre Sci-Fi hatte, sollte es mit diesem Buch versuchen, das ich gerne weiter empfehle. Den Punktabzug erhält dieses Buch einzig wegen der in meinen Augen störenden Rechtschreibfehler.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Leo Aldan dafür, dass er mir Buch und Cover zum Zwecke des Rezensierens zur Verfügung stellte.

Als EBook über amazon erhältlich

Sonntag, 31. Mai 2015

Die Insel der Frauen - Cornelia Lotter

Kindle Edition
2367 KB
Print-Ausgabe 164 Seite
Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN B00YAH6K2G

Klappentext:

Eine einsame Insel in der Ostsee. Ein geheimnisvolles Kloster. Kinder mit Missbildungen und Babys, die verschwinden. Unterirdische Bunker und ein rätselhafter Todesfall.
Als die 44-jährige Sandra König zur Beerdigung ihres Vaters nach 26 Jahren zurück auf die Insel fährt, ahnt sie nicht, dass sie gemeinsam mit dem Meeresbiologen Leif Guntram ein düsteres Geheimnis aufdecken wird.
Nordische Mythologie und arischer Rassenwahn; Frauen, die nur zu einem Zweck gefangen gehalten werden. Ein Thriller voller Endzeitstimmung und erschreckendem Realitätsbezug.

Mein Umriss:

26 Jahre nachdem Sandra die Insel ihrer Kindheit im Streit mit ihrem Vater verlassen hat, kehrt sie dorthin zurück, um die letzten Dinge ihres plötzlich verstorbenen Vaters zu regeln.
In der Hinterlassenschaft im Elternhaus findet sie unter anderem ein Buch, das an sie gerichtet ist. Dieses Buch wirft Rätsel auf, die Sandra mit Hilfe eines Mannes, der ebenfalls auf der Insel aufgewachsen ist, lösen möchte. Plötzlich steht der plötzliche Herztod ihres Vaters in einem ganz anderen Licht da und sie beginnt am Wahrheitsgehalt des Totenscheines zu zweifeln.
Was hat es mit dem Kloster, das nur ganz wenige jemals betreten haben, auf sich? Warum verschwanden immer wieder männliche Babys spurlos? Sandra macht sich auf die Suche nach der Wahrheit des Klosters und bringt damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere in höchste Lebensgefahr…

Mein Eindruck:

Ob es so etwas, wie in diesem Roman beschrieben, in dieser Form heute wirklich noch gibt, das kann ich nicht beurteilen. Aber vorstellbar wäre es ohne weiteres, dass „Übriggebliebene“ aus Zeiten des Dritten Reiches noch immer dem Rassenwahn und der Erschaffung der einzig guten Menschenrasse auf der Spur sind und nicht davor zurückschrecken, diese in die Tat umzusetzen.
Zu Anfang hat man den Eindruck, dass die Hauptprotagonistin zwar auf die Insel kommt, um die Beisetzung und Haushaltsauflösung ihres Vaters zu regeln, ansonsten jedoch auch ein paar erholsame Tage auf der Insel verbringen möchte und evtl. auch Kontakte auffrischen möchte, die nach ihrer überstürzten Abreise, 26 Jahre zuvor eingeschlafen waren.
Nach dem Fund des handgeschriebenen Buches, ist man so in der Spannung auf weiteres gefangen, dass man das Buch einfach nicht zur Seite legen möchte, ohne endlich auf die Lösung des Rätsels zu kommen. Cornelia Lotter spielt zu Anfang mit dem Leser und wiegt ihn in der Sicherheit, ein locker flockiges Büchlein zur Unterhaltung und Entspannung in Händen zu halten. Aber weit gefehlt, die Rechnung der Autorin geht auf und man fiebert mit Sandra mit, die wissen möchte, was hinter den alten Klostermauern vor sich geht.
Über die Recherche zu diesem Buch kann ich nichts sagen, da mich dieses Thema allenfalls irgendwann mal in der Schule streifte, ich jedoch keinen Gedanken mehr daran festmachte. Lotter schaffte es hier wieder einmal, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Was nicht zuletzt an ihrer Art, Geschehnisse in spannende Lektüre zu verwandeln.
Einziger Kritikpunkt, der bei mir vorhanden ist, ist die Gestaltung des Covers. Dieses passt meiner Meinung nach eher zu einem blutrünstigen Vampirroman, als zu dieser dunklen Inselgeschichte. Hier wäre weniger mehr gewesen. Dies tut dem Inhalt jedoch keinerlei Abbruch.

Mein Fazit:

Wieder ein Lotter, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Cornelia Lotter, die mir wieder ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte und mir die Erlaubnis gab, das Cover für meine Rezension zu verwenden.

Nachtrag:

Aufgrund mehrfacher Kritik, nicht nur von meiner Seite, ging Cornelia Lotter nochmal in sich und erstellte in Zusammenarbeit mit Tanja Börner ein neues Cover mit dem das Ebook nun über u.a. Link erhältlich ist

 
Als Ebook zu bestellen bei Amazon

Mittwoch, 20. Mai 2015

Mr. Mercedes - Stephen King

592 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 8. September 2014
ISBN 978-3453269415

Der erste Gedanke, der mir in den Sinn kam, als ich den Titel „Mr. Mercedes“ las, war einer an ein früheres Werk Stephen Kings. Es handelte sich um „Christine“, das faszinierende Auto, das eine persönliche Bindung zu seinem Besitzer aufbaute und ihn gegen seine Feinde verteidigte. Der zweite Gedanke schweift zu „Der Buick“, einem Auto, das ebenfalls ein schauriges Eigenleben entwickelt. Nachdem ich von beiden Büchern begeistert war, musste ich nun auch „Mr. Mercedes“ lesen und wurde, was meine Gedankengänge betrifft, eines Besseren belehrt.

Gleich zum Einstieg wird man als Leser Zeuge eines nächtlichen Anschlages auf Arbeitssuchende. Ein Unbekannter fuhr mit einem großen Mercedes mitten in die Warteschlange und tötete damit acht Menschen, die auf nichts anderes hofften, als auf einen Job für den nächsten Tag oder länger.

Der daraufhin ermittelnde Beamte Bill Hodges kann diesen Fall nicht vor seiner Pensionierung aufklären und muss diesen Job seinen Nachfolgern überlassen. Nach seiner Pensionierung fehlt Hodges jegliche Motivation. Er verbringt seine Tage vor dem Fernseher mit dümmlichen Sendungen und spielt mit dem Gedanken, sich irgendwann mit Hilfe der Schusswaffe seines Vaters, aus dem Leben zu verabschieden.
Bis ihn eine Nachricht erreicht, die seine Lebensgeister weckt. Diese Nachricht enthält Details zum Anschlag auf die Arbeitssuchenden vor dem Citycenter, die niemals an die Öffentlichkeit herausgegeben wurden und Andeutungen auf ein weiteres noch schwereres Verbrechen, das noch folgen sollte - Der Attentäter hat Kontakt zu ihm aufgenommen - Nun ermittelt der Ex-Polizist auf eigene Faust weiter und bringt dadurch nicht nur sich, sondern auch viele andere Menschen in höchste Gefahr…

Stephen King setzt mit „Mr. Mercedes“ nicht wie üblich auf Showeffekte, Horrorszenarien und fließendes Blut, sondern geht einen für seine Fans ungewohnten neuen, ruhigeren, aber nicht weniger spannenden Weg einer Geschichte die in Richtung Kriminalroman und Psychothriller zielt. Dieser sehr wandlungsfähige Autor brilliert hier in einem Stil, den er bisher nur am Rande in Anspruch nahm, was er ebenfalls wunderbar im Griff hat.
Der Autor spielt von Anfang an mit offenen Karten. Der Täter Bradie Hartsfield alias Mr. Mercedes ist dem Leser sehr schnell bekannt. Das Ziel Kings war es, den Leser an einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ex-Polizist Hodges und Hartsfield, dem Attentäter teilhaben zu lassen. Unterschwellig baut King auch den in den USA noch weit verbreiteten Rassenhass in Bezug auf den Schüler Jerome mit ein und verzichtet auch nicht auf eine eher skurrile Person wie Holly, die psychisch angeschlagene, von ihrer Mutter dominierte fast fünfzigjährige, die wie Jerome Hodges hilfreich zur Seite steht.

Erstaunte mich King bereits mit „Joyland“, das ich einfach nur als wunderschönes, zu Herzen gehendes Buch bezeichne, so hat er mich mit „Mr. Mercedes“ wieder überrascht und keineswegs enttäuscht. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein Autor, der scheinbar über Jahrzehnte in seinem Genre „gefangen“ war, plötzlich losprescht und auch andere Genres scheinbar mühelos bedient.

Klappentext:

Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.

Mein Fazit:

Mr. Mercedes ist ein Werk Stephen Kings, das ich jedem Fan von Kriminalromanen zu 100% empfehle

Montag, 18. Mai 2015

Sammet trifft... Sammet


Sammet trifft ... Sammet?

Nein keine Angst, er ist nicht durchgedreht oder leidet an Schizophrenie.

Sehr oft wurde Marcus Sammet darauf angesprochen, dass seine Treffen mit anderen Autoren gut ankommen, doch einige aus dem Publikum nicht so recht wussten, was er selbst schreibt und wer er ist.

Da die eigentlich geplante Veranstaltung ausfällt ergreift er die Gelegenheit und lässt sich vorstellen.

Wie gewohnt mittels Interview, Lesung und Nachgefragt mit Fragen aus dem Publikum.

Moderiert wird die Veranstaltung durch die Rezensentin und Buchbloggerin Andrea Hübner von Bücherwahn von Andrea Hübner .

Sie wird auch das Interview führen.

Wir freuen uns auf Euch!

Marcus Sammet und Andrea Hübner

Freitag, 8. Mai 2015

Feuer am Arrow Lake - Jutta Ploessner


Kindle Edition
3114 KB
Print-Ausgabe 215 Seiten
Bookshouse
Erschienen am 30. Juni 2013
ISBN 978-9963521272
ASIN B00DQA9H5U

Klappentext:

Obwohl die 15-jährige Andrea es nicht für möglich gehalten hat, fühlt sie sich bereits nach zwei Monaten in ihrer neuen Heimat wohl. Das kanadische Hinterland hält für sie und ihre Geschwister allerhand Abenteuer parat, während sich ihre Eltern mit der Farm am Eagle Creek eine neue Existenz aufbauen. Das Leben am Arrow Lake ist spannender als erwartet - das Farmhaus wird renoviert, die Gegend erkundet und neue Freundschaften geschlossen. Der attraktive Craig bringt Andreas Herz aus dem Rhythmus.

Doch plötzlich ist es vorbei mit der Idylle. Riesige Waldbrände bedrohen das Tal, und wegen der Hitze und Trockenheit breiten sie sich rasch aus. Viel zu rasch. Können die Auswanderer ihr neues Heim retten? Gemeinsam mit den Bewohnern des Eagle Creek Valleys kämpfen sie verzweifelt gegen das Feuer an, bis auffällt, dass Andrea und Michael fehlen ...

Mein Umriss:

Vor zwei Monaten aus Schwabach bei Nürnberg nach Kanada ausgewandert, fühlt sich Familie Hartmann auf ihrer Farm am Eagle Creek schon richtig zuhause. Sie wollen künftig als Farmer und somit Selbstversorger auf ihrer Farm leben.
Während einer langen Hitzeperiode brechen mehrere Waldbrände aus, die auch die Farm der deutschen Familie und die derer Nachbarn bedrohen. Nach einer stürmischen Nacht, setzt sich die Feuerwalze in Richtung Arrow Lake in Bewegung und die Eltern Renate und Richard Hartmann, sowie ihr achtzehnjähriger Sohn Michael werden in die Brandbekämpfung in den umliegenden Wäldern mit einbezogen.
Andrea kümmert sich nunmehr auf der Farm um die Hühner und ihren fünfzehnjährigen Zwillingsbruder, der nach einem Verkehrsunfall vor zwei Jahren im Rollstuhl sitzt und ihre zehnjährige, sich in einer weinerlichen Phase befindlichen Schwester Nicole und den Kater Mickey.
Alles verläuft weitestgehend ruhig und die Eltern müssen sich keine Sorgen machen. Dann jedoch entfacht der Sturm weitere Feuer und treibt diese in Richtung Farm. Es wird evakuiert.
Zuerst überlegt Andrea, ihre Geschwister aus der gefährlichen Zone zu bringen und selbst zuhause zu bleiben, entscheidet sich letztendlich doch dafür, ins Sammellager zu gehen.
Den Kater und die Hühner müssen sie zurück lassen.
An der Fähre treffen sie auf Elena Morrison, die von den Schiffen am Arrow Lake abgewiesen werden. Also beschließt Andrea, ihre Geschwister allein auf die Reise zu schicken und Elena mit ihren Tieren zu helfen.
Als die beiden mit neun Hunden und mehreren Katzen versuchen, in zwei Kanus den See zu durchqueren, spitzt sich die Lage mit einem Asthmaanfall Elenas zu…
Wird Andrea sie aus dieser misslichen Lage hinaus manövrieren können, oder wird sie mit Elena und den Tieren in den tückischen Strudeln des Sees ertrinken?
Wird die Familie wieder zusammen geführt?

Mein Eindruck:

Die Jutta Ploessner ließ sich selbst auf das Abenteuer Auswanderung ein und schrieb rund um dieses Thema dieses Jugendbuch um Andrea, der Hauptprotagonistin und ihrer Familie. Die Handlung ist frei erfunden, könnte aber tatsächlich in etwa so oder ähnlich bereits schon einmal geschehen sein oder noch geschehen.
Die Autorin geht in ihrer Art zu schreiben auf ihr Zielpublikum, die jugendlichen Leser ab 14 Jahren und die junggebliebenen Erwachsenen ein, die kurzweilige Unterhaltung mit Spannung, Nervenkitzel, ein klein wenig Liebe und Abenteuerlust suchen.
Zu Anfang lässt die Handlung auf einen Erzählstrang schließen, welcher sich nach dem ersten Drittel jedoch in zwei Stränge teilt, die nur kurzzeitig immer wieder miteinander Berührungspunkte finden und erst zum Ende hin wieder zielgerichtet miteinander verknüpft werden.
So ist es der eine, in dem Andrea mit ihren Geschwistern auf der Farm zurück bleibt und später evakuiert wird und der zweite, der die Eltern und Bruder Michael in die brennenden Wälder Kanadas begleitet.
Die einzige Recherche, die hier wohl betrieben werden musste, beschränkte sich wohl auf die Eigenheiten des Wetters Kanadas bzw. der eigenen Erlebnisse der Autorin in diesem Land. Alles andere entspringt ihrer wunderbaren Fantasie und wohl auch ihrer Abenteuerlust, die einen von der ersten Seite an mitreißt und nicht mehr los lässt.

Mein Fazit:

Wunderbare, kurzweilige Unterhaltung für ein Wochenende auf dem Sofa.

Danksagung:

Herzlichen Dank an den Bookshouse-Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar und das dazugehörige Cover zur Veröffentlichung in Verbindung mit meiner Rezension zur Verfügung stellte.


Mittwoch, 6. Mai 2015

Anna Fricke liest in Häger



Abendkasse 10€
VVK 9 €

VVK: Buchhandlung Lesezeichen, Stadtbibliothek, Gaststätte Weinhorst

Wetter: Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Bügerhaus Häger direkt neben dem Bücherhaus statt

Veranstalter: Dorfgemeinschaft Häger

Dienstag, 5. Mai 2015

Abgeschossen - Cornelia Lotter

Kindle Edition
2339 KB
Printversion ca. 246/299 Seiten
Erschienen am 2. Mai 2015
ASIN B00X2C2PNI

Klappentext:

Die 40-jährige Journalistin Karen Mohn reist 1998 in ihr Heimatdorf in der Nähe Weimars, um an der Beerdigung ihres Vaters teilzunehmen. Bei der Auflösung des Hausstandes findet sie einen Fliegerring und amerikanische Fliegerkarten sowie einen Brief. Was hatten ihre Urgroßväter mit den Lynchmorden an abgeschossenen amerikanischen Bomberpiloten während der letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges zu tun?

Stück für Stück forscht Karen mit Hilfe der Dorfchroniken, die ihr Urgroßvater väterlicherseits geschrieben hatte und den Erzählungen von Zeitzeugen nach dunklen Flecken in ihrer Familiengeschichte. Und sie stößt auf ein Geheimnis, das die Grenzen zwischen persönlicher Schuld und Unschuld verschwimmen lässt.

Für Karen steht am Ende ihrer Recherchen eine Entscheidung, die ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellt.
Ein Buch über das Erinnern und Verdrängen, über kollektive und individuelle Schuld.

Mein Umriss:

Als ihr Vater verstirbt, muss Karen Mohn nach Weimar reisen, um sich um die Beisetzung und die Haushaltsauflösung zu kümmern.
Während sie die Hinterlassenschaften ihres Vaters durchsieht, stößt sie auf diverse Bilder, einen Brief, Fliegerkarten und einen Fliegerring und beginnt in den Chroniken der damaligen Zeit zu recherchieren.
Die Chroniken wurden von ihrem Urgroßvater verfaßt. Darin findet sie diverse Erzählungen der Menschen aus dieser Zeit, sowie auf Dinge der Familiengeschichte, die ihr bislang unbekannt waren.
Während ihrer Recherchen stößt sie auf unvorstellbare Dinge und versucht herauszufinden, wo noch Zeitzeugen leben, um mit ihnen darüber zu sprechen. Einen dieser Zeitzeugen findet sie in ihrem ehemaligen Lehrer, dem sie auf den Kopf zusagt, was er für ein Wendehals war. Als dieser vor ihren Augen in Tränen ausbricht, verlässt sie sein Haus. Um sich die Geschehnisse vor ihr geistiges Auge zu rufen, sucht sie die Orte der damaligen Geschehnisse auf und hadert, ihren Großvater immer wieder mit Fragen zu diesem schwarzen Fleck der deutschen Geschichte gelöchert zu haben.
Hat ihr ihr Vater verziehen, dass sie zu Zeiten der DDR in den Westen ausreiste? Kann sie ihm nachträglich noch verzeihen, dass er mit ihr brach, weil er ihre Ausreise als Fahnenflucht sah?
Sie selbst sieht sich als verbitterte Frau, aber die Verbitterung löst sich langsam von ihr, als sie René, einem ehemaligen Mitschüler über den Weg läuft.
Er steht ihr zur Seite, während sie ihre Familiengeschichte aufarbeitet. Ebenso, als es um die Entscheidung geht, wohin ihr Schicksal sie nun führen wird.

Mein Eindruck:

Ein vom Inhalt gesehen schwieriges Kapitel deutscher Geschichte, von Cornelia Lotter in Szene gesetzt.

Aufgeteilt in zwei Handlungsstränge, wobei der eine das Geschehen im Jahr 1998 und der zweite die Jahre 1944/45 zeigt, vermittelt die Autorin das Leben von Karens Eltern in diesen beiden Kriegsjahren, die von Entbehrungen und Ängsten geprägt waren, sowie die Nachforschungen von Karen im Jahr 1998. Diese beiden Stränge kommen sich durch die Parallelen in den Erlebnissen der Eltern und der Chroniken in Karens Händen immer näher und fügen sich zum Ende hin zu einem kompakten Ganzen.

Die Autorin holt den Leser mithilfe der Protagonistin Karen Mohn ab und entführt ihn nach Weimar und Umgebung, wo Karen aufgewachsen ist und noch während der DDR-Zeit ausreiste. Sie zeigt, wie verbohrt die Menschen teilweise noch so lange nach dem zweiten Weltkrieg waren, am Beispiel von Karens Vater, der seit ihrem Weggang nichts mehr von ihr wissen wollte.
Sie zeigt die Ähnlichkeiten zwischen den Nationalsozialisten mit dem DDR-Regime, die vom Volk jedoch nicht wahr genommen wurden, oder nicht wahrgenommen werden wollten. Durch ihre bildhafte Schreibweise kann sich der Leser die Umgebung um Weimar und die dortigen Erinnerungsstätten an den zweiten Weltkrieg vorstellen, als wäre er selber dort.
Sehr gut recherchierte Lotter darüber, wie es den Menschen zur Zeit der Befreiung von der Naziherrschaft erging und wie hart die Folgezeit war, in der es an allem, insbesondere am Essen mangelte. Sie zeigt den Starrsinn der Menschen, wenn es darum geht, mit der eigenen Vergangenheit ins Reine zu kommen. Dabei empfindet man dies beim Lesen nicht als Starrsinn, sondern Verletzlichkeit. Sie wollen nicht darüber sprechen, denn das würde verheilt geglaubte Wunden wieder aufreißen.

Trotz der Härte des Themas bleibt man an diese Geschichte bis zum Ende hin gefesselt, auch wenn man vielleicht vorher noch der Meinung war, dies nicht lesen zu wollen oder zu können.

Mein Fazit:

Ein Einblick in die Befreiung von den Nazis und dem Leben in den Nachkriegswirren und der Aufarbeitung eigener Ungerechtigkeit und der anderer, den man unbedingt gelesen haben sollte.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an die Autorin Cornelia Lotter, die mir ihr Vertrauen schenkte und mich für dieses Buch als einen ihrer Testleser auswählte. Ein zusätzlicher Dank in diese Richtung dafür, dass ich das Cover in Verbindung mit der Veröffentlichung meiner Rezension verwenden darf.