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Freitag, 10. Januar 2014

Frostglut - Jennifer Estep



432 Seiten
Ivi Verlag
Erschienen am 1. Oktober 2013
ISBN 978-3492703048

Klappentext:

„Mein Name ist Gwen Frost, und ich bin offiziell das Date des heißesten Jungen der Mythos Academy. Doch nicht die Schnitter des Chaos machen mit diesmal einen Strich durch die Rechnung, sondern ausgerechnet Logans Vater!
Denn der überreicht mir eine Anklage des Protektorats – und das, obwohl doch jeder weiß, dass ich nur gegen meinen Willen eine Rolle bei Lokis Befreiung gespielt habe! Jetzt muss ich nicht nur Logans Dad beweisen, dass ich zu den Guten gehöre, sondern verhindern, dass ich zum Tod verurteilt werde. Ganz sicher stecken Lokis Anhänger hinter alldem. Wenn ich nur wüsste, welchen Plan sie verfolgen…“

Mein Umriss:

Endlich hat es Gwen geschafft. Sie hat ein Date mit Logan, dem begehrtesten Jungen an der Mythos Academie. Sie ist so aufgeregt, dass sie nur sinnloses Zeug plappert und zu allem Überfluß kippt sie ihm auch noch die Getränke über die Kleidung. Logan jedoch ist nur Gwen wichtig, da treten alle Missgeschicke in den Hintergrund.
Insgeheim rechnet Gwen ja damit, dass da noch irgendwas schief gehen könnte, aber dass nicht die Schnitter ihr in die Quere kommen, sondern eine Anklage durch das Protektorat, damit hat sie nicht gerechnet.
Das Protektorat wirft ihr vor, mit den Schnittern gemeinsame Sache zu machen und eine Mitschuld am Geschehen zum Winterkarneval zu tragen.
Da die Anklage öffentlich im Pantheon vorgetragen wird, wendet sich daraufhin der Großteil ihrer Mitschüler von ihr ab. Nur wenige glauben an ihre Unschuld. Diese zu beweisen bringt jedoch alle gleichermaßen in Lebensgefahr….

Mein Eindruck:

Nach Frostherz nun der vierte Band über die Mythos Academy und deren Schüler und Lehrer. Jennifer Estep versteht die Fortsetzungen so zu schreiben, dass man das Gefühl hat, nie zu lesen aufgehört zu haben. Schnell ist man vom Geschehen gefangen und man fühlt mit Gwen, als würde man neben ihr stehen. Mittlerweile hat es sich schon als Running gag eingeschlichen, dass Gwen mindestens einmal pro Band die Schulbibliothek samt den Vitrinen mit den Artefakten früherer Zeiten schrottet. Estep läßt sogar einfliessen, dass genau das Gwen inzwischen schon peinlich, aber fürs Geschehen unerlässlich ist. Die Autorin geht hier wieder voll in ihrer lockeren aber niemals flapsigen Schreibweise auf, mit der sie den Spannungsbogen langsam aber stetig fast bis zum Zerreissen spannt, bevor sie es zum Knall kommen läßt. Logisch, dass es zwar einen kleinen Schluß gibt, aber eben nur einen kleinen, denn schließlich will sie ja auch noch nichts vom nächsten Abenteuer Gwen Frosts, ihrer Freunde und der Lehrer der Mythos Academy verraten. Meine bisherige Erfahrung bei Mehrteilern war ja die, dass im Laufe der Zeit die Geschichte oder die Personen so abflachen, dass das Lesen irgendwie keinen Spaß macht. Hier warte ich aber jetzt gespannt auf Band 5.

Mein Fazit:

Wer Band 1 bis 3 gelesen hat, sollte diesen Band auf keinen Fall versäumen. Wer die Bände noch nicht gelesen hat, sollte dies schnellstens nachholen.

Donnerstag, 11. April 2013

Frostherz - Jennifer Estep

432 Seiten
 ivi
Erschienen am 12. März 2013
ISBN 978-3492702850

Klappentext:

„Ich, Gwen Frost wurde auserwählt, die Welt vor dem Chaosgott Loki zu retten. Keine Ahnung, wie ich das anstellen soll, aber immerhin weiß ich, dass dazu den sagenhaften Helheim-Dolch brauche. Und ich muss ihn finden, bevor die Schnitter des Chaos mir zuvorkommen.
Doch das Artefakt ist nicht meine einzige Sorge: Logans Ex-Freundin hasst mich (zu Recht), meine beste Freundin Daphne ist neidisch auf mich (zu Unrecht) und außerdem hat sich Lokis Champion auf Mythos eingeschlichen. Ich muss ihn enttarnen und um jeden Preis verhindern, dass das Siegel zu Lokis Gefängnis geöffnet wird…“

Mein Umriss:

Wieder zurück vom Winterkarneval in Powder sind nun alles Schüler wieder auf Mythos eingetroffen. Da geschieht Schreckliches. Schnitter, die Krieger des Chaosgottes Loki dringen in das Gelände ein und veranstalten ein Blutbad in der Bibliothek. Auch einige von Gwens Freunden zählen zu den Verletzten und Getöteten.
Somit sieht sich Gwen nun in der Pflicht, den Helheim-Dolch, der zuletzt im Besitz ihrer von Schnittern ermordeten Mutter war, zu finden und zu verhindern, dass ihn die Schnitter vor ihr an sich nehmen können. Dies stellt Gwen vor eine fast unlösbare Aufgabe, die sie jedoch lösen kann. Als sie ihn endlich in Händen hält, scheint ihr Schicksal besiegelt zu sein….

Mein Eindruck:

Gwen ist in diesem Band erwachsener geworden. Sie ist nicht mehr das quengelnde, ungeduldige Kind, sondern hat scheinbar durch ihre bisherigen Erlebnisse in Band eins und zwei einen großen Sprung zum Erwachsenwerden gemacht. Auch die anderen Charaktere sind in diesem Band nicht mehr so oberflächlich dargestellt, sodass man als Leser nun mehr mit ihnen mitfühlen kann, weil man sich ihnen näher und verbundener fühlt.
Jennifer Estep spielt in diesem Band mehr mit der Fantasie der Leser. Rasant treibt sie einen durch die Handlung, die niemals langweilig oder gar vorhersehbar wird. Sie baut Spannungsspitzen an genau den richtigen Stellen ein, sodass man einfach weiterlesen muss. Da gibt es kein „ich will nicht mehr“. Die leichte Jugendsprache, der sich die Autorin bedient mach die Geschichten um Gwen Frost authentisch, aber wirken zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt oder altklug. Zum Ende hin hat man hier nie das Gefühl, dass Estep sich verkünstelt, um einen Übergang zu finden. Sie bringt den perfekten Ausklang und macht neugierig auf Band vier.

Mein Fazit:

Der bisher beste Teil der Frost-Reihe. Den sollte man auf keinen Fall verpassen.

Freitag, 23. November 2012

Frostfluch - Jennifer Estep

416 Seiten
Ivi
Erschienen am 20. August 2012
ISBN 978-3492702485

Klappentext:

Gwen Frost lebt. Noch. Denn die Schnitter des Chaos haben es auf sie abgesehen. Und deshalb muss Gwen an der Mythos Academy kämpfen lernen. Ihr Lehrer: der attraktive Logan Quinn, in den Gwen heimlich verliebt ist. Die Komplikationen sind allerdings vorprogrammiert, denn der Spartaner hat ihr bereits zu Anfang des Schuljahres das Herz gebrochen. Ein Skiausflug bietet ihr endlich die willkommene Abwechslung vom harten Training - dort lernt sie den umwerfenden Preston kennen. Bald wird jedoch klar, dass Gwen ganz andere Sorgen hat: Die Feinde der Mythos Academy sind ihr auch außerhalb des Campus auf den Fersen und setzen alles daran, Gwen zu töten. Und zu allem Überfluss scheint auch Preston nicht der zu sein, für den sie ihn hält …

Mein Umriss:

Durch das Geheimnis das Gwen Frost im ersten Teil lüftete, sehen Professor Metis, Nickamedes und Trainer Ajax die Notwendigkeit, dass Gwen nun in die Künste des Kämpfens und Überlebens trainiert werden muss.
Der Winterkarneval steht an und die ganze Schule freut sich schon Tage vorher. Alle sind aufgeregt, nur Gwen hat gar keine Lust nach Powder zu fahren und dort auf Parties zu gehen und auf Skiern die Pisten unsicher zu machen. Ihre Freundin Daphne und deren Freund können sie jedoch davon überzeugen, doch mitzukommen.
Sie lernt Preston kennen, in ihren Augen einen Traumjungen, in den sie sich schnell verliebt und ihm nahe sein möchte. Als sie sich von einem Fenriswolf bedroht fühlt und mit ihm auch noch in eine Lawine gerät, spitzt sich die Situation für Gwen dramatisch zu. Sie ist nunmehr gezwungen um ihr Leben zu kämpfen, als sie herausfindet, dass Preston nicht der ist, der er vorzugeben scheint. Nicht nur, dass sie harte Prüfungen überstehen muss, nein sie findet auch noch die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter heraus. Über dieser Wahrheit droht Gwen zu verzweifeln….

Mein Eindruck:

Jennifer Estep hätte sich in diesem Buch viele Seiten sparen können, in denen sie in der Art, die ich in einem Jugendbuch unpassend finde, über die ersten Erfahrungen Jugendlicher mit dem anderen Geschlecht schreibt. Es wäre möglich gewesen, dafür bessere, weniger schlüpfrige Bezeichnungen zu finden. Sie hat dies ja beim ersten Kuss zwischen Logan und Gwen auch geschafft. Eifersucht und daraus resultierende Sprüche, die teilweise unter die Gürtellinie schlagen, sollten nicht in der Art und Weise in einem Jugendbuch stehen, wenn dieses auch in dieses Genre eingeordnet ist.
120 Seiten weniger, dafür den Rest so wie er ist und es wäre wirklich ein packendes Mysterybuch, das man auch als Erwachsener gerne liest. Die Handlung ist streckenweise auch hier sehr an die Harry Potter Bücher angelehnt, wenn auch mit anderen Personen und nicht mit Monstern, sondern Göttern und deren menschlichen Gehilfen.
Eine an sich gute Story, die einiger Nachbesserung bedürfte, aber trotzdem noch so gut lesbar ist, dass ich das Buch nicht abgebrochen habe.
Ein Buch, das flüssig zu lesen ist und sich teils einer sehr einfachen Sprache bedient.

Mein Fazit:

Zur Entspannung und zum Abschalten geeignet, aber nicht besonders anspruchsvoll.

Samstag, 17. November 2012

Frostkuss - Jennifer Estep

400 Seiten
Ivi
Erschienen am 12. März 2012
ISBN 978-3492702492

Klappentext:

Sie sind die Nachkommen sagenhafter Kämpfer wie Spartaner, Amazonen oder Walküren und verfügen über magische Kräfte. Auf der Mythos Academy lernen sie, mit ihren Fähigkeiten umzugehen und sie richtig einzusetzen.
Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.

Mein Umriss:

Gwen Frost verliert auf dramatische Weise ihre Mutter und lebt nun bei ihrer Großmutter, als eines Tages Professor Metis vor der Tür steht und erklärt, dass es Zeit wäre, dass Gwen nun auf die Mythos Academy geht. Diese Schule wird von Jugendlichen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten besucht. Sie sind Amazonen, Walküren, Spartaner und verfügen über magische Kräfte und sind jeweils einem bestimmten Gott der Antike zugeordnet, für den sie irgendwann in den Kampf gegen Gott Loki ziehen sollen. Auf Mythos sollen sie ihre Geschichte kennenlernen, sowie den Umgang mit ihren Fähigkeiten im Leben und in Kampfsituationen. Als Gwen nach Mythos kommt sieht sie sich als totale Aussenseiterin. Sie kommt nicht aus reichem Haus, trägt keine Designerklamotten und verfügt auch nicht über unbegrenzt Geld. Was sie mitbringt, ist ein Einserschnitt, den sie auf der normalen Highschool inne hatte. Sie wird an der Schule nicht beachtet und auch nirgends in Aktivitäten ausserhalb des Schulalltages mit einbezogen. Gwen arbeitet neben der Schule in der Bibliothek der Altertümer, um ihre Großmutter etwas unterstützen zu können.
Als in der Bibliothek ein Mord geschieht, ist Gwen in unmittelbarer Nähe. Allerdings kann sie, als sie Jasmine das Mordopfer findet, keine Schwingungen feststellen, die sie darauf hinweisen was geschehen ist und warum Jasmine sterben mußte. Auch ist sie am nächsten Tag wie vor den Kopf gestossen, als sie bemerkt, dass scheinbar niemand an der Schule um das ermordete Mädchen trauert. Sie recherchiert auf eigene Faust und lüftet ein Geheimnis, das ihr zum Verhängnis werden kann…..

Mein Eindruck:

Ein überraschend gut geschriebenes Jugendbuch, in dem der jugendliche Leser nicht gehätschelt und gelehrmeistert wird. Nein, er wird hier in ein Geschehen aufgenommen, das ihn nicht mehr loslässt. Eine relativ einfache Schreibweise lässt einen recht schnell durchs Geschehen fliegen und macht es dem Leser leicht, sich in das Gelesene einzuleben.
Die Autorin schreibt, dass sie auf die Idee zu diesem Jugendroman durch den Film Kampf der Titanen kam. Mich erinnerte vieles erstmal an die Harry-Potter-Reihe. Denn auch dort war sich der Hauptprotagonist nicht ganz darüber im Klaren, dass er besondere Fähigkeiten hat, auch bei ihm stand irgendwann ein Abgeordneter der Schule vor der Tür, um ihm mitzuteilen, dass er die ab sofort besuchen werde und dort lernen würde, seine Zauberkräfte so einzusetzen, dass er niemandem Schaden zufügt. Und ebenso handelt es sich bei Mythos um ein Internat für die Jugendlichen mit eben diesen Fähigkeiten.
Auch erste Annäherungsversuche und kleine Liebe bleiben nicht unerwähnt. Als störend empfand ich jedoch einige Sätze in Bezug auf Liebe und Sexualität, die eher in die Schmuddelecke passen würden, als in ein Jugendbuch. Im Grossen und Ganzen locker leichte Lektüre nicht nur für Jugendliche.

Mein Fazit:

Lesestoff zum Abschalten und Entspannen. Nicht hoch anspruchsvoll aber trotzdem lesenswert.