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Dienstag, 15. September 2015

Finderlohn - Stephen King

Krimi, Thriller

544 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 08. September 2015
ISBN 978-3453270091

Kindle Edition
1454 KB
Heyne Verlag
Erschienen am 08. September 2015
ASIN B00XSPMW7S

Klappentext:

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?

Mein Umriss:

Finderlohn ist die Fortsetzung von Mr. Mercedes, die mich leider nur auf den ersten Seiten gepackt hat. King steigt mit dem Einbruch bei dem Autor John Rothstein und dessen brutaler Ermordung durch Morris Bellamy ein. Er schwenkt dann zum Schauplatz der Amokfahrt von Mr. Mercedes vor dem City Center, dem sehr viele Menschen zum Opfer fielen und bezieht sich in diesem Punkt auf den Vater von Pete Saubers, der bei dem Anschlag schwer verletzt wurde.
Bellamy wird geschnappt und verurteilt, jedoch nach 35 Jahren begnadigt. Nach seiner Entlassung trifft er auf Saubers und es kommt zur Konfrontation…

Mein Eindruck:

Nach Mr. Mercedes ist Finderlohn der zweite Teil der Hodges-Trilogie. Dieser Teil der Trilogie dreht sich um den Anschlag am City Center durch Mr. Mercedes und die Folgen für die Familie Saubers, nachdem deren Sohn die Beute des Mörders an Rothstein gefunden hat.
Hodges, Jerome und Holly spielen hier erstmal eine untergeordnete Rolle und King läßt hier seinen gewohnten Schwung vermissen, den man von ihm kennt. Er läßt die Geschichte eher lahm dahin dümpeln und ich wartete immerzu darauf, dass er mich endlich mitnimmt, in eine Geschichte voller Spannung und Thrill. Allerdings schaffte er es mit diesem Band leider nicht, mich zu fesseln. Die Story kommt farblos und künstlich daher, sodass es mir schwer fiel, dieses Buch bis zum Ende zu lesen.
Wäre der Autor ein anderer als King gewesen, hätte ich das Buch sicher nach spätestens 150 Seiten abgebrochen.
Auch wenn dieser Band von mir nicht mit Bestnote belohnt wird, so werde ich sicherlich den dritten Band dieser Reihe auch lesen und hoffe, dass King in dem Fall wieder zu seiner üblichen Form aufläuft.

Mein Fazit:
 
Keine Bestleistung von King, aber trotzdem ein Muss für seine Fans

Danksagung:

Mein Dank geht an den Verlag Heyne bzw. der Randomhouse Verlagsgruppe, die mir das Rezensionsexemplar und das Coverbild zur Veröffentlichung in Verbindung mit meiner Rezension zur Verfügung stellten

Dienstag, 30. Juni 2015

Rivival - Stephen King


Roman / Thriller / Horror

Print-Ausgabe
512 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 02. März 2015
ISBN 978-3453269637

EBook
Kindle Edition
925 KB
Heyne Verlag
Erschienen am 02. März 2015
ASIN B00QZEE2H2

Klappentext:

Finster, mysteriös, elektrisierend

Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors.

Der kleine Jamie spielt vor dem Haus mit seinen Plastiksoldaten, da schiebt sich ein dunkler Schatten über ihn, ein Schatten, den er sein Leben lang nicht loswerden wird. Er blickt auf und sieht Charles Jacobs über sich, den jungen Methodistenprediger, der in der neuenglischen Gemeinde gerade sein Amt antritt. Im Nu gewinnt der charismatische Jacobs die Herzen der gottesfürchtigen Einwohner. Den Kindern haben es vor allem die elektrischen Spielereien angetan, mit denen er Bibelgeschichten veranschaulicht. Das alle endet, als ihn ein entsetzlicher Unfall vom Glauben abfallen lässt und er eine letzte Predigt hält, die in einer rasenden Gottverfluchung gipfelt. Von der Gemeinde verstoßen, tingelt er fortan über die Jahrmärkte, wo er elektrische Experimente vorführt, die zunehmend spektakulärer werden und immer schrecklichere Folgen nach sich ziehen. Über die Jahre trifft Jamie, inzwischen drogenabhängiger Musiker, wiederholt auf Jacobs, der ihn jedes Mal tiefer in seine dämonische Welt zieht. Als Jamie sich dessen klar wird, gibt es kein Zurück mehr. Das finale Experiment steht bevor.

Mein Umriss:

1962, Jamie Morton lebt mit seinen Eltern und Geschwistern wohlbehütet in der Kleinstadt Harlow auf. Die Mutter kümmert sich um die Familie und der Vater versucht gerade als Ölhändler Fuß zu fassen.
Als die Gemeinde einen neuen Priester sucht, stellt sich Charles Jacobs zur Verfügung. Dieser trifft auf der Straße auf Jamie, der dort mit seinen Soldaten spielt. Diese Begegnung soll beide von nun an ein Leben lang aneinander binden. Jacobs ist fasziniert von der Elektrizität und ersinnt immer mehr Spielereien, von denen die Kinder der Gemeinde begeistert sind und er sich über regen Zulauf zu seinen Jugendtreffen freuen kann. Immer ausgefeilter wird seine Technik, an der er Jamie fast uneingeschränkt teilhaben lässt.
Als ein schrecklicher Unfall seine Familie von einer Sekunde auf die andere Sekunde zerstört, bricht er mit Gott und hält seine letzte Predigt vor der Gemeinde in deren Verlauf er Gott und den Glauben nicht nur in Frage stellt, sondern auch verflucht.
Er verlässt Harlow und erst viele Jahre später kreuzt sich sein Weg wieder mit dem zwischenzeitlich Erwachsenen Jamie…

Mein Eindruck:

Mit seinen letzten Büchern hat mich Stephen King immer wieder mit seiner Wandlungsfähigkeit überrascht. War er früher eher im Bereich Horror und Gruselschocker festgefahren, so fächerte er sein Spektrum immer breiter in fast alle Richtungen. Vieles an Revival erinnert an Frankenstein, wobei King jedoch die Ergebnisse nicht so offensichtlich zur Schau trägt, sondern sie dem Leser eher Häppchenweise unblutig und weniger brutal serviert, so dass er intensiv mit dessen Fantasie spielt. King wäre jedoch nicht King, wenn er gänzlich auf Schockeffekte verzichten würde, so enttäuscht er auch in diesem Punkt nicht.
Besonders intensiv bedient der Autor mit Revival das Kopfkino seiner Leser. Sehr detailverliebt beschreibt er die Menschen, die Umgebung und nicht zuletzt auch die unterschiedlichen Stimmungen der Menschen, ohne jedoch damit die eigentliche Geschichte aus den Augen zu verlieren.
Ungewohnt ruhig und gemächlich steigt der Leser in die Lebensgeschichte von Jamie Morton, dessen Familie und Prediger Charles Jacobs ein. Erzählt aus der Sicht des Jungen erscheint einem diese Geschichte eher als einfache Lebensgeschichte, stünde nicht Stephen King dahinter, der bereits vor Beginn des Buches eine kurze Danksagung an die großen des Horror verfasst hatte.
Lässt King in seinen früheren Büchern den Spannungslevel immer an- und absteigen, nicht ohne auf eingestreute Spannungsspitzen zu verzichten, so zieht sich hier der Anstieg des Spannungslevels stetig nach oben, sodass man sich in Erwartung eines großen Showdowns regelrecht festbeißt, der dann mit Hilfe eines Gewitters auch wirklich einsetzt und keineswegs enttäuschend, sondern eher King-typisch hart, brutal und schonungslos erfolgt.
Dass King Horrorklischees bedient liegt auf der Hand. Er reiht sie aber nicht aneinander, sodass man darin gefangen ist, sondern bringt auch andere Ideen mit ein, die man so von ihm noch nicht kannte und die aus Revival wieder mal ein Buch werden ließen, das man gerne und mit viel Spannung liest.

Mein Fazit:

Stephen King schnürte mit Revival wieder mal ein perfektes Paket und bekommt von mir das Prädikat 100% empfehlenswert

Mittwoch, 20. Mai 2015

Mr. Mercedes - Stephen King

592 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 8. September 2014
ISBN 978-3453269415

Der erste Gedanke, der mir in den Sinn kam, als ich den Titel „Mr. Mercedes“ las, war einer an ein früheres Werk Stephen Kings. Es handelte sich um „Christine“, das faszinierende Auto, das eine persönliche Bindung zu seinem Besitzer aufbaute und ihn gegen seine Feinde verteidigte. Der zweite Gedanke schweift zu „Der Buick“, einem Auto, das ebenfalls ein schauriges Eigenleben entwickelt. Nachdem ich von beiden Büchern begeistert war, musste ich nun auch „Mr. Mercedes“ lesen und wurde, was meine Gedankengänge betrifft, eines Besseren belehrt.

Gleich zum Einstieg wird man als Leser Zeuge eines nächtlichen Anschlages auf Arbeitssuchende. Ein Unbekannter fuhr mit einem großen Mercedes mitten in die Warteschlange und tötete damit acht Menschen, die auf nichts anderes hofften, als auf einen Job für den nächsten Tag oder länger.

Der daraufhin ermittelnde Beamte Bill Hodges kann diesen Fall nicht vor seiner Pensionierung aufklären und muss diesen Job seinen Nachfolgern überlassen. Nach seiner Pensionierung fehlt Hodges jegliche Motivation. Er verbringt seine Tage vor dem Fernseher mit dümmlichen Sendungen und spielt mit dem Gedanken, sich irgendwann mit Hilfe der Schusswaffe seines Vaters, aus dem Leben zu verabschieden.
Bis ihn eine Nachricht erreicht, die seine Lebensgeister weckt. Diese Nachricht enthält Details zum Anschlag auf die Arbeitssuchenden vor dem Citycenter, die niemals an die Öffentlichkeit herausgegeben wurden und Andeutungen auf ein weiteres noch schwereres Verbrechen, das noch folgen sollte - Der Attentäter hat Kontakt zu ihm aufgenommen - Nun ermittelt der Ex-Polizist auf eigene Faust weiter und bringt dadurch nicht nur sich, sondern auch viele andere Menschen in höchste Gefahr…

Stephen King setzt mit „Mr. Mercedes“ nicht wie üblich auf Showeffekte, Horrorszenarien und fließendes Blut, sondern geht einen für seine Fans ungewohnten neuen, ruhigeren, aber nicht weniger spannenden Weg einer Geschichte die in Richtung Kriminalroman und Psychothriller zielt. Dieser sehr wandlungsfähige Autor brilliert hier in einem Stil, den er bisher nur am Rande in Anspruch nahm, was er ebenfalls wunderbar im Griff hat.
Der Autor spielt von Anfang an mit offenen Karten. Der Täter Bradie Hartsfield alias Mr. Mercedes ist dem Leser sehr schnell bekannt. Das Ziel Kings war es, den Leser an einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ex-Polizist Hodges und Hartsfield, dem Attentäter teilhaben zu lassen. Unterschwellig baut King auch den in den USA noch weit verbreiteten Rassenhass in Bezug auf den Schüler Jerome mit ein und verzichtet auch nicht auf eine eher skurrile Person wie Holly, die psychisch angeschlagene, von ihrer Mutter dominierte fast fünfzigjährige, die wie Jerome Hodges hilfreich zur Seite steht.

Erstaunte mich King bereits mit „Joyland“, das ich einfach nur als wunderschönes, zu Herzen gehendes Buch bezeichne, so hat er mich mit „Mr. Mercedes“ wieder überrascht und keineswegs enttäuscht. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein Autor, der scheinbar über Jahrzehnte in seinem Genre „gefangen“ war, plötzlich losprescht und auch andere Genres scheinbar mühelos bedient.

Klappentext:

Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.

Mein Fazit:

Mr. Mercedes ist ein Werk Stephen Kings, das ich jedem Fan von Kriminalromanen zu 100% empfehle

Dienstag, 6. Mai 2014

Puls - Stephen King

556 Seiten
Heyne
Erschienen 2006
ISBN 9783453028609

Klappentext:

Der Horror hat eine neue Dimension

Das Grauen kommt nicht aus Gräbern oder aus dem Weltraum. Es ist mitten unter uns und steckt in jeder Handtasche. Das Handy ist ein moderner Heilsbringer, doch in Stephen Kings „Puls“ kommen mit dem Klingelton Wahnsinn und Tod.

Clayton Riddell ist geschäftlich in Boston, hat schon Geschenke für seine Familie besorgt und möchte sich vor der Heimfahrt gerade bei einem Straßenhändler ein Eis kaufen, als die Welt untergeht. Geschäftsleute, Schüler, Busfahrer, alle Menschen, die in diesem Moment ein Handy am Ohr haben, laufen wie auf einen geheimen Befehl hin Amok, fallen übereinander her, schlachten sich gegenseitig ab, stürzen sich ins Verderben. Irgendwie können Clay, ein kleiner Mann mit Schnurrbart und ein junges Mädchen, das beinahe von ihrer Mutter umgebracht worden wäre, sich in ein Hotel retten. Sie sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Clay will unbedingt herausfinden, wie es um seine Frau und vor allem um seinen Sohn Johnny steht, der gerade in der Schule war, als der mörderische Irrsinn losging. Zu ihm muss Clay Kontakt aufnehmen, bevor ein anderer es per Handy tut. Die Suche nach Johnny wird zur Schreckensmission durch eine apokalyptische Welt.

Mein Umriss:

Boston, 1. Oktober ca. 15 Uhr. Die Welt ist in Ordnung.
Clayton Riddell hat ein Geschenk für seinen Sohn erstanden, das er nun fröhlich in einer Tüte an seiner Seite schwingt. Er kauft sich ein Eis an einem Eiswagen und beobachtet die Menschen in seiner Umgebung. Mehrere Handys klingeln. Clayton beobachtet eine junge Frau, wie sie sich meldet. Ihre Äußerung „Wer sind sie? Wer bin ich?“ bekommt Clayton mit, bevor die Frau los rennt und in vollem Lauf einen Masten rammt. Überall scheinen in diesem Moment Menschen durchzudrehen. Ein Mann beißt seinem Hund ein Ohr ab, andere metzeln sich gegenseitig regelrecht nieder, wieder andere springen ohne erkennbares Motiv aus Fenstern, oder stürzen sich vor Autos und Bahnen. Ein unvorstellbares Chaos bricht los.
Clayton flüchtet und kommt schließlich in einem Hotel an, wo er sich mit Alice, einem jungen Mädchen und dem einzigen noch anwesenden Hotelangestellten verschanzt. Inzwischen ist Tom zu der Gruppe gestoßen, die sich nun auf den Weg macht, um Claytons Sohn und seine Frau zu suchen. Von denen hofft er, dass sie dieses unvorstellbare Inferno an Gewalt überstehen werden, das seiner Meinung nach allein durch die Handys ausgelöst wurde.
In einem Randbezirk von Boston finden sie Unterschlupf in Toms Haus, wo sie von dessen Kater erwartet werden und ein paar Tage und Nächte verbringen.
Immer weiter steigert sich ihre Angst, als sie tagsüber beobachten, was in den Straßen passiert. Dass sie nicht bleiben können steht ausser Frage. Also machen sie sich auf den Weg in Richtung Norden, auf dem sie immer wieder in Lebensgefahr geraten.
Ihnen ist klar, dass irgendein Impuls der von den Handys abgegeben wurde, für den Zustand der meisten Menschen verantwortlich ist und hoffen nun, irgendwo in diesem Chaos ihre Angehörigen zu finden. Noch größer ist die Hoffnung, dass diese ihr Handy nicht in Händen hielten, als die meisten Menschen zu mörderischen Zombies wurden…..

Mein Eindruck:

Stephen King greift mit diesem Roman ein Phänomen der Zeit auf. Jeder hat ein Handy, jeder macht sich vom Handy abhängig und ohne Handy geht gar nichts mehr.
Er verwandelt einen Segen der Technologie in einen regelrechten Fluch und macht ihn zum Mordinstrument ferngesteuerter Menschen. King bediente sich hier wohl dem Phänomen der „Schläfer“ die aufgrund von Hypnose per Anruf zu Killern werden. Bei Schläfern im Agentenmilieu handelt es sich jedoch um Einzelpersonen, wobei King in Puls den Großteil der Bevölkerung durch einen per Handy gesendeten Impuls zu mordenden Bestien werden läßt.
An sich ist der Grundgedanke zu diesem Buch sehr gut, allerdings verlief sich King in teilweise sehr langatmige Passagen und vergißt darüber hinaus sogar das Rätsel zu lösen. Die Protagonisten spekulieren darüber, allerdings bleibt der Verursacher und der Grund des Ganzen leider unerwähnt.
Nach 70 Seiten wollte ich aufgeben, weil bis dahin nur sinnloses Gemetzel stattfand. Ich blieb jedoch dran und ließ mich von der Neugierde weiter treiben. Ich wollte wissen, ob Clayton seine Familie findet. Aber nicht nur das, ich wollte wissen, was wirklich geschah, wer der Urheber war und was dessen Motiv dafür war.
Leider bekam ich trotz Durchhaltens meine Fragen nicht geklärt und somit schloss ich das Buch äußerst unzufrieden ab.
Als sehr störend empfand ich auch die zahlreichen Rechtschreib- und Satzstellungsfehler, die ich nicht King, sondern eher dem Übersetzer und den Lektoren ankreide.
Ein King, sei er noch so schlecht, hat es nicht verdient wie ein Schnellschuß behandelt zu werden.

Fazit:

Durchhalten wird leider nicht belohnt – Bisher Kings schlechtestes Buch.

Freitag, 24. Januar 2014

Doctor Sleep - Stephen King

704 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 28. Oktober 2013
ISBN 978-3453268555

Klappentext:

Eine mörderische Sekte hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu einem seiner berühmtesten Romane zurück: Der kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist nun erwachsen. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los. Auch das Mädchen Abra hat das Shining. Kann er sie retten?

Mein Umriss:

35 Jahre nachdem das Overlook-Hotel niedergebrannt ist hat Dan Torrance, der kleine Junge der die Katastrophe damals überlebte, seine Berufung gefunden. Um dahin zu gelangen ging er durch die Alkoholsucht und lebte wie ein Vagabund. Jetzt arbeitet er in einem Hospiz, in dem er seine Fähigkeiten bei den Menschen einsetzen kann, die seine Hilfe am nötigsten brauchen. Bei den Sterbenden. Diesen hilft er durch sein Wesen, seine Ruhe und seine Geduld beim Übertritt in den ewigen Schlaf. In diesem Hospiz bekam er auch den Titel Dr. Sleep.
Als er sein Zimmer in einem Turm des Hospizes bezog, fand er dort eine alte Tafel. Auf dieser Tafel erschienen Nachrichten, die er zuerst nicht zuordnen kann, bis ein Mädchen sich in seine Gedanken einschleicht. Per Gedankenübertragung wird der Kontakt immer intensiver, bis sie sich kennen lernen. Was Dan von ihr dann erfährt, ruft die alten, vergessen geglaubten und im Alkohol ertränkten Erinnerungen wieder hervor.
Abra verfügt ebenso wie er über das Shining und daher sieht sie sich durch eine seltsame Gruppe verfolgt. Diese Gruppe weiß von Abras übermäßigem Steam, der Hauch den sie im Sterben ausstoßen würde, der ihnen das weitere Leben sichern würde. Dan will ihr von nun an Helfen, zumal er eine ganz besondere Beziehung zu ihr und ihrer Familie sieht. Dadurch gerät er ebenfalls ins Visier Abras Verfolger….

Mein Eindruck:

Schon auf den ersten Seiten war ich von der Story gefesselt. Leider driftete King nach ca. 30 Seiten in gähnende Langeweile ab, die erstmal nicht enden wollte. Ich gab dem Buch eine Chance bis Seite 200, wollte dann aber doch erfahren, ob er sich mit der Handlung doch noch berappelt.
Nach der ersten Hälfte gewann die Story endlich an Fahrt und ich konnte nicht mehr zu lesen aufhören. Wobei ich mir trotzdem die Frage stelle, warum gerade um dieses Buch so ein Hype veranstaltet wurde. Es ist wahrlich nicht Kings bestes Werk und kommt nicht mal annähernd an Shining, dessen Fortsetzung es ist, heran.
Für die zweite Hälfte hat sich der Kampf durch die erste Hälfte gelohnt, auch wenn sich meine Begeisterung in Grenzen hält.
Mir hätte es gereicht, wenn erwähnt worden wäre, dass Dan Torrance wie auch damals sein Vater dem Alkohol verfiel und mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker den Weg aus der Sucht fand. Die immer sich wiederholenden Sitzungen der AA an denen Dan teilnahm und wann er welche Auszeichnungen bekam, bläht das Buch nur unnötig auf und bremst die eigentliche Story unangenehm.
Eine Sache jedoch berührte mich ganz besonders. Es war das Erlebnis mit Deenie. Das Mädchen gabelte Dan in einer Kneipe auf und er verbrachte die Nacht mit ihr. Gemeinsam mit Deenie gab er sein Geld für Kokain aus, welches sie gemeinsam konsumierten. Am Morgen wollte er sich so gar nicht gentlemanlike klammheimlich verkrümeln, als plötzlich ein kleiner Junge vor ihm stand, der nach seiner Mutter fragte. Als der Junge die Kokainreste auf dem Tisch sah, meinte er es wäre Zucker und wollte hin. Dan beseitigte das Kokain und legte es an eine Stelle, an die der Junge nicht ran kam. Danach klaute er Deenie noch 70 Dollar und verschwand. Ein Erlebnis, das ihm Jahre später noch zu schaffen machte.

Mein Fazit:

Lesbar, wenn auch nicht überragend. Es gibt bessere Werke von King

Freitag, 2. August 2013

Joyland - Stephen King

352 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 17. Juni 2013
ISBN 978-3453268722

Klappentext:

In Joyland nimmt der Autor den Leser auf einen Trip in die Siebzigerjahre mit. Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf. Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben geht ...

Mein Umriss:

Es ist Sommer im Jahr 1973. Devin Jones muss vor seinem Studium Geld verdienen, um während dessen über die Runden zu kommen. Also heuert er im Vergnügungspark Joyland in North Carolina an.
Von Anfang an stürzt er sich mit Begeisterung und Elan in diesen Job. Nicht zuletzt um seine verlorene Liebe zu Wendy zu verarbeiten. Er mietet sich ein Zimmer und schon bald gehört er zum Team. Auf seinem Heimweg sieht er jeden Abend einen kleinen Jungen im Rollstuhl auf der Veranda eines grünen Hauses sitzen und denkt sich, dass er dieses Haus irgendwann sein eigen nennen wird.
Seine Vermieterin erzählt ihm, dass es in der Geisterbahn des Parks spukt. Dort soll der Geist einer in der Geisterbahn ermordeten Frau umgehen. Neugierig geworden versucht er nun herauszufinden, ob es sich nur um eine Schauergeschichte oder die Wahrheit handelt. Dabei wird er von Kollegen unterstützt, deren Ergebnisse ihn immer mehr davon überzeugen, dass es den Geist der Frau wirklich gibt.
Die sich entwickelnde Freundschaft zu dem kleinen Jungen und dessen Mutter, sowie seine Recherchen bezüglich des Mordes bringt ihn und die beiden in höchste Gefahr….

Mein Eindruck:

Nach „Der Anschlag“ war dieses Buch von Stephen King für mich keine Überraschung mehr, sondern eine logische Weiterentwicklung in eine von ihm ungewohnte Richtung.
Früher kannte man King hauptsächlich als Autor von Horrorromanen, Endzeitromanen und Psychothrillern. Hier entpuppt er sich als Schriftsteller eines eher seichten Kriminalromans, der sehr ruhig und ausgeglichen, aber nicht weniger den Leser einnehmend verfasst ist.
Er geht auf die Begebenheiten der anfänglichen Siebzigerjahre ein, sodass man diese noch mal durchlebt. Die Technik ist noch nicht so ausgereift, es gibt noch keine Mobiltelefone, die Menschen gaben sich in Vergnügungsparks mit eher unspektakulären Fahrgeschäften und Attraktionen zufrieden. King zeigt, dass die Welt damals noch nicht so hektisch und stressbeladen war, wie sie heute ist. In diesem Roman hat man das Gefühl, vom Autor an die Hand genommen und durch den Park, über den Strand und durchs Geschehen geführt zu werden.
Er schlägt ungewöhnte Tasten in seiner schriftstellerischen Tastatur an, die sicherlich nicht allen Lesern gefallen werden. Für mich steht nun jedoch endgültig fest, dass er einer der wenigen Schriftsteller ist, die mehrere Genres überzeugend abdecken ohne dadurch unglaubwürdig zu werden.

Mein Fazit:

King einmal auf die sanfte Tour, gerade deswegen unbedingt zu empfehlen.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Wind - Stephen King

416 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 10. September 2012
ISBN 978-3453267947

Klappentext:

Ein Sturm zieht auf

Roland Deschain, der letzte Revolvermann, und seine Gefährten haben den Grünen Palast hinter sich gelassen. Als sie auf dem Pfad des Balkens ins Land Donnerschlag unterwegs sind, zieht ein heftiger Sturm herauf, und sie finden Schutz in einer verlassenen Hütte. Dort erzählt Roland seinen Begleitern, was in seiner Jugend geschah, nachdem er unbeabsichtigt seine Mutter umgebracht hatte: Sein Vater schickte ihn zu einer entlegenen Ranch, wo grausame Morde stattfanden. Alle Anzeichen deuteten auf einen Gestaltwandler als Täter hin, und es gab nur einen Zeugen – einen kleinen Jungen, der jetzt seines Lebens nicht mehr sicher war.

Mein Eindruck:

Einen Umriss dazu zu schreiben, würde zu viel über den Inhalt verraten, daher spare ich mir den dieses mal.
Dies ist der achte Band der Turm-Reihe um Roland Deschain und seine Gefährten auf der Reise zum dunklen Turm.
Etwas verwirrend war für mich das Erscheinen eines achten Teiles der Reihe, denn die Gruppe erreichte ihr Ziel im siebten Band und aus meiner Sicht war da dann auch das Ende der Erzählung über die Erlebnisse der Gruppe um den Revolvermann erreicht. Mit Neugierde machte ich mich an den achten Teil und wurde nicht enttäuscht. Zu Anfang war es für mich nicht ganz klar ersichtlich, dass dieser Teil eine Erzählung der Vergangenheit ist, was ihn jedoch nicht weniger interessant und spannend macht.
Auch als eigenständiger Band wäre er gut zu lesen, da zwar die Darstellung der Personen und ihr Zusammentreffen im Laufe der Geschichte fehlt, da es sich aber um andere Personen handelt, wäre er sicher auch für jemanden sehr gut lesbar, der die ersten sieben Teile nicht kennt. Nicht zu Unrecht landete auch dieses Werk in den Bestsellerlisten.

Mein Fazit:

Für jeden King-Fan ein Muss

Montag, 23. April 2012

Der Anschlag - Stephen King

1056 Seiten
Heyne Verlag
Erschienen am 23. Januar 2012
ISBN 978-3453267541

Klappentext:

Wenn die Vergangenheit grausam zuschlägt – Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu
Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.
Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...


Mein Umriss:

Jake Epping ist Lehrer und unterrichtet unter anderem Erwachsene. Der Aufsatz von Harry Dunning dem Schulhausmeister über seine Jugend rührt ihn zu Tränen und lässt ihn nicht mehr los.
Als er in Al Templetons Diner geht um einen Hamburger zu essen, stellt er fest, das Al über Nacht schrecklich abgenommen hat und nur noch ein Schatten seiner selbst ist.
Kurz darauf bekommt Jake einen Anruf von ihm, in dem er ihn um ein Treffen bittet. Diese Bitte schlägt ihm Jake nicht aus. Er besucht ihn in seinem Diner, wo dieser ihm eine Geschichte erzählt, die er erstmal nicht glauben kann. Al tritt jedoch den Beweis an und Jake ist fasziniert. Jake tritt mit Als Hilfe seine erste Zeitreise in die Vergangenheit an.
Als Al kurze Zeit später merkt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, bittet er Jake zu sich nach hause und überreicht ihm diverse Gegenstände und Geld. Damit soll er in die Vergangenheit reisen und das Attentat auf John F. Kennedy am 22.11.1963 verhindern.
Nach Als Information kann er sich jahrelang in der Vergangenheit aufhalten, aber keine Reise dorthin würde in der Gegenwart länger als zwei Minuten dauern.
Als Al stirbt will ihm Jake seinen Wunsch erfüllen und zugleich noch seinen eigenen. Er will die Familiengeschichte Dunnings auch beeinflussen und damit den Inhalt des Aufsatzes und Dunnings Leben als Gehbehindertem in andere Bahnen lenken.
Da er jedes Mal wenn er die unsichtbare Treppe im Lagerraum des Diners nach unten geht im Jahr 1958 landet, trifft er finanzielle Vorkehrungen indem er Als Geld auf ein Konto einzahlt und als Joker hat er Sportergebnisse von damals dabei, um notfalls Wetten abschließen zu können.
Er wartet in der Vergangenheit auf die Einreise Lee Harvey Oswalds, dem verblendeten Einzelgänger, beschatten ihn und seine Frau mit einfachsten Mitteln, lernt seine große Liebe Sadie kennen, findet viele Freunde und genießt das Leben der unbeschwerten Sechziger.
Doch alles wird schwieriger, als Jake sich das gedacht hat. Die Vergangenheit will sich nicht ändern lassen und wehrt sich gegen jede Aktion, die ein Veränderung herbeiführen soll.

Mein Eindruck:

Das bisher beste Werk Kings mit dem er unter Beweis stellt, dass er in seiner Arbeit als Autor sehr wandlungsfähig ist. Er zeigt den american way of life der beschwingten Sechziger, in denen es mit dem Land und dessen Bürgern immerzu nur aufwärts zu gehen schien. Das Leben machte einfach Spaß.
Aber King wäre nicht King, wenn er das Buch alleine darauf beruhen hätte lassen. Nein, er lässt die Vergangenheit um ihre Geschichte kämpfen. Sie will nicht geändert werden, und somit bekommt Jake so manchen schmerzhaften Schlag einzustecken.
Zum Attentat auf Kennedy und die Biografie von Lee Harvey Oswald hat er eine irrsinnige Recherchearbeit auf sich genommen, die sich jedoch im Ergebnis des Buches mehr als positiv niederschlägt.
Wie auch in seinen anderen Büchern verheddert sich King nicht in Nebensächlichkeiten. Er bleibt am Ball und verliert nie den roten Faden, dem der Leser leicht und stolperfrei folgen kann. Er hat dieses Buch so realistisch geschrieben, dass man als Leser das Gefühl hat, selber in die Zeit zu Anfang der Sechziger zurückversetzt geworden zu sein.
Dass er sich entschied, das Buch nicht wie ursprünglich geplant in den Siebzigern zu schreiben, sondern erst jetzt, lässt seinen Patriotismus seinem Land gegenüber erkennen. Er begründet das auch damit, dass er warten wollte, bis die Zeit reif war.
King tat mit diesem Buch einen Riesenschritt vom Horrorautor zum ernsten, nachdenklichen Schriftsteller.

Mein Fazit:

Kein Thriller und trotzdem ein spannendes, rundum gelungenes Werk, das auch zu mehrmaligem Lesen einlädt.