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Dienstag, 2. Juni 2015

Squids: Die phantastische Reise des Jake Forrester - Leo Aldan


Kindle Edition
2091 KB
Print-Ausgabe 612 Seiten
BookRix
Erschienen am 29. Mai 2015
ASIN B00Q4AGXLU

Klappentext:

Stell Dir vor, Du erwachst in völliger Dunkelheit. Stell Dir vor, Du weißt nicht, wo Du bist - Sie haben Dich entführt ... Du kannst nicht entkommen ... und Du weißt nicht, wo die Reise hingeht ...

Der junge Astrophysiker Jake ahnt, dass er kurz davor steht, die spektakulärste Entdeckung in der Geschichte der Wissenschaft zu machen. Sie ist zum Greifen nah. Da verliert er buchstäblich den Boden unter den Füßen - und stürzt in die Tiefe.
Auf einem fremdartigen Schiff kommt er wieder zu sich. Als Gefangener. Niemand spricht mit ihm. Niemand beantwortet seine Fragen, doch er weiß, sie beobachten ihn.
In seiner Verwirrung ist ihm die hübsche Myriam Halt und Rätsel zugleich. Ist auch sie eine Gefangene? Oder ein Köder?
Als er endlich »entlassen« wird, erkennt er, dass Freiheit zu einer Illusion geworden ist. Er muss sich in einer exotischen Welt zurechtfinden - ein Paradies voller Geheimnisse und lauernder Gefahren. Aber je mehr Antworten er findet, desto mehr neue Fragen stellen sich, bis er eines Tages auf die schockierende Wahrheit stößt ...

Mein Umriss:

Der Astrophysiker Dr. Jake Forrester erwacht in einem Raum, den er nicht kennt, an einer Örtlichkeit, die er nicht kennt. Alles fühlt sich seltsam an. Er versucht sich zu erinnern, wie er hier gelandet ist, aber er kommt auf keine Erklärung.
Eine „Krankenschwester“ in Begleitung von zwei Robotern kümmert sich um ihn. Er jedoch hat nur ein Ziel. Seine Flucht von dem „Schiff“
Schnell wird ihm klar, dass er entführt wurde, jedoch der Grund dafür bleibt ihm verborgen. Nach der Landung auf dem für ihn fremden Planeten Njamingloh hat er nur seine Flucht im Sinn. Nachdem er Myriam, ein junges, wohlerzogenes Mädchen kennenlernt und sich in sie verliebt, erfährt er dass sie von einem Menschen wie ihm abstammt und möchte deren Vater kennenlernen, um mit ihm über seine Flucht zu sprechen. Bei ihm stößt Jake jedoch auf Widerstand. Er kann oder will ihm nicht helfen. Jake erkennt, dass er Angst hat. Und nicht nur Myriams Vater hat Angst, nein, alle von der Erde Entführten leben in ständiger Angst vor den Kleristen, den Herrschern über das Volk, die der Medusa unterstellt sind.
Jake jedoch verfolgt seinen Plan weiterhin und begibt sich ein aufs andere Mal in höchste Gefahr…

Mein Eindruck:

Dies war mein erster Sci-Fi-Roman, den ich bis zum Ende gelesen habe. Bisher brach ich alle spätestens nach 50 Seiten enttäuscht ab. Nicht enttäuscht von der Geschichte, eher enttäuscht davon, dass mir dieses Genre einfach mit keinem Wort näher gebracht werden konnte. Hier war es jedoch anders.
Gleich am Anfang fesselte mich die Geschichte um Jake Forrester an das Buch und ließ mich trotz mehrerer arg langatmiger Passagen bis zur letzten Seite nicht mehr los. Leo Aldan bediente sich einer relativ einfachen Schreib- und Ausdrucksweise in seiner Erzählung, die er durch fantasiereiche Namen der Akteure und des Umfeldes effektvoll würzte. Teilweise war es mir etwas zu viel Wissenschaftliches, das der Autor einfließen ließ und das mich dann doch etwas langweilte, aber nicht davon abhielt, weiter zu lesen, weil ich einfach wissen wollte, ob und wie es Jake schafft, von Njamingloh zu fliehen.
Der Autor erschuf mit Jake Forrester einen Protagonisten, wie er vielschichtiger nicht sein kann. Er ist Atomphysiker, Kämpfer, Mensch und Liebender. Und vor allem ist er neugierig was sein Umfeld betrifft und was ihm in seinen Plänen zur Fluch hilfreich ist.
Über die Lebewesen auf Njamingloh hat sich der Autor sicherlich lange Gedanken gemacht. Zu Anfang des Romans war mir nicht klar, um welche Gattung es sich handelt. Aber es musste eine andere Lebensform sein, denn nicht umsonst, wurden die Menschen als Homiden und gefährlich eingestuft und mit Männchen und Weibchen bezeichnet.
Dass die Kleristen nur Werkzeug der eigentlich Mächtigen sind, wird klar als die „Oktoftewiltabinen“ ins Geschehen eingreifen.
Unangenehm fiel mir auf, dass der gesamte Roman mit Rechtschreibfehlern gespickt war, was mich unheimlich störte und für mich ein Wermuthstropfen in einem wohl durchdachtem und ausgefeilten Roman ist. Mit den Namen der Oktoftewiltabinen hatte ich auch mein Leiden, denn merken kann sich diese kein Mensch. Aber als Mensch erarbeitete ich mir während des Lesens eben Abkürzungen für diese Endlosnamen und dadurch überlas ich diese mehr oder weniger, ohne aus dem Konzept gebracht zu werden. Dass diese fremdartigen Herrscher zwar an Octopusse erinnern, sich jedoch meist menschenähnlich verhalten, war für mich eine Überraschung und machte sie für mich in ihren Handlungen verständlicher, als so mancher blutrünstiger, hirnloser, brutal agierender Alien in anderen Büchern.
Vieles ist leider zu offensichtlich vorhersehbar, was dem einen gefallen mag, bei mir aber immer wieder den Spannungsbogen absinken ließ.
Das Cover erinnert mich eher an ein Kinder- oder Jugendbuch, ebenso der harmlos gehaltene Titel, der mich nachdem ich das Buch gelesen habe, eher an die Verballhornung mancher Sci-Fi-Parodien erinnert, als was ich dieses Buch nicht bezeichnen kann.

Mein Fazit:

Wer bisher Probleme mit dem Genre Sci-Fi hatte, sollte es mit diesem Buch versuchen, das ich gerne weiter empfehle. Den Punktabzug erhält dieses Buch einzig wegen der in meinen Augen störenden Rechtschreibfehler.

Danksagung:

Mein herzlicher Dank geht an Leo Aldan dafür, dass er mir Buch und Cover zum Zwecke des Rezensierens zur Verfügung stellte.

Als EBook über amazon erhältlich

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